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Forschung: EU-Aktionsplan zum Klimaschutz toppen

05.02.2008, 17:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


FH Erfurt startet anspruchsvolles dreijähriges Forschungsprojekt in drei Modellstädten zum Klimaschutz





In der internationalen Klimaforschung besteht kein Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die von Menschen verursachten Treibhausgase für den größten Teil der Klimaänderung verantwortlich. Was können Städte dagegen tun?


Am 1. Februar startet an der Fachhochschule Erfurt (FHE) im Fachgebiet Planung und Kommunikation des Fachbereichs Verkehrs- und Transportwesen ein Forschungsprojekt, das dieser Frage in den drei Modellstädten Darmstadt (130.000 Einwohner, Hessen), Eisenach (42.000 Einwohner, Thüringen) und Rheinberg (32.000 Einwohner, Nordrhein-Westfalen) nachgeht. Die Modellstädte qualifizierten sich im Rahmen eines bundesweiten kommunalen Wettbewerbs von 12 Städten für die Teilnahme. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 118.000 Euro unterstützt. Projektpartner ist das bzr - Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung in Hattingen.


"Die drei Modellstädte verfolgen ehrgeizige Klimaschutzziele" so Projektleiterin Prof. Dr.-Ing. Heidi Sinning (Planung und Kommunikation, FHE). "Die Städte beabsichtigen, den EU-Aktionsplan zum Klimaschutz mindestens um 10% zu übertreffen. Sie wollen ihren CO2-Ausstoß bis 2020 um 30 % (Basisjahr 1990) reduzieren."
"Erfolgreiche Klimaschutz-Städte können bundesweit Vorbild zum Nachahmen in anderen Städten und Gemeinden sein", unterstreicht Verena Exner, DBU-Referentin.
Ergebnis des dreijährigen Projekts wird ein Handlungsleitfaden zur Umsetzung eines kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements im Energiebereich für deutsche Kommunen sein.


In einem engen Dialog mit den Kommunalverwaltungen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Bürgerschaft sollen Lösungen für die Minderung des CO2 -Ausstoßes gefunden werden, z.B.:
? technische und planerische Maßnahmen im Energiebereich bündeln,
? erneuerbare Energieträger einsetzen,
? die Energieeffizienz erhöhen,
? die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren und
? energetisch-nachhaltige Wirtschaftskreisläufe (tragfähige, regionale Netzwerke und Arbeitsplätze) anstoßen.


Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. H. Sinning, Dipl.-Ing. Guido Spohr
FH Erfurt, Fachgebiet Planung und Kommunikation, Tel. 0361/ 6700-375 o-der -390, E-Mail: guido.spohr@fh-erfurt.de


Quelle: idw



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