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Filmgeschichte und Filmanalyse als Medienwissenschaft

10.07.2007, 13:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare


Mit einer internationalen Fachtagung zum Thema "Filmgeschichte und Filmanalyse als Medienwissenschaft" wird der Göttinger Hochschullehrer Prof. Dr. Helmut Korte in den Ruhestand verabschiedet. Die Tagungsteilnehmer werden sich dabei mit einer rezeptionsorientierten Ausrichtung der Film- und Kinohistoriographie auseinandersetzen. So befassen sich die Referate unter anderem mit dem Film als historische Quelle sowie mit Jugenderinnerungen im Film. In einem Round Table-Gespräch wird es außerdem um die aktuelle Situation der Filmwissenschaft in Deutschland gehen. Zu der Veranstaltung, die am 13. und 14. Juli 2007 an der Georg-August-Universität stattfindet, lädt das Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft (ZiM) ein.





Filmgeschichte und Filmanalyse als Medienwissenschaft
Internationale Fachtagung zur Verabschiedung von Prof. Dr. Helmut Korte


(pug) Mit einer internationalen Fachtagung zum Thema "Filmgeschichte und Filmanalyse als Medienwissenschaft" wird der Göttinger Hochschullehrer Prof. Dr. Helmut Korte in den Ruhestand verabschiedet. Die Tagungsteilnehmer werden sich dabei mit einer rezeptionsorientierten Ausrichtung der Film- und Kinohistoriographie auseinandersetzen. So befassen sich die Referate unter anderem mit dem Film als historische Quelle sowie mit Jugenderinnerungen im Film. In einem Round Table-Gespräch wird es außerdem um die aktuelle Situation der Filmwissenschaft in Deutschland gehen. Zu der Veranstaltung, die am 13. und 14. Juli 2007 an der Georg-August-Universität stattfindet, lädt das Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft (ZiM) ein.


"In der Medienwissenschaft gelten Filmanalyse und Filmgeschichte mitunter als gegensätzliche Arbeitsfelder derselben Disziplin. Während die Filmanalyse vor allem um einen systematischen Zugang zum Medium bemüht ist, folgt die Filmgeschichtsschreibung mit ihrem historisch geschulten Blick auf Film und Kino einer stärker theoretisch-ästhetischen Herangehensweise. Dennoch hat die Filmhistoriographie in den vergangenen Jahren zunehmend auch eine sozialgeschichtliche Perspektive vorangetrieben und damit wesentlich zur Verknüpfung der beiden Teilgebiete beigetragen", betont der Koordinator der Tagung, Dr. Andreas Jahn-Sudmann vom ZiM. "Gerade die hier sichtbar gemachten Defizite und Verkürzungen innerhalb der Filmgeschichtsschreibung haben die Etablierung einer systematischen und methodisch fundierten Herangehensweise als Basis der historischen Filmwissenschaft forciert." Ziel einer solchen Filmanalyse sei es, die rezeptionsleitende Botschaft eines Werkes mit Hilfe detaillierter Produkt- und Kontextbetrachtung herauszuarbeiten und sie dem "kompetenten Beobachter" auf der Basis zeitgenössischer Dokumente erfahrbar zu machen.


Helmut Korte, Jahrgang 1942, studierte Kunstpädagogik, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie an der Hochschule für Bildende Künste Berlin und der Freien Universität Berlin. Als Profssor für Medienwissenschaft/Medienästhetik lehrte und forschte er an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, ehe er im April 2000 auf die Professur für Interdisziplinäre Medienwissenschaft an die Universität Göttingen berufen wurde. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Filmgeschichte, Filmtheorie, Medienästhetik, Film- und Fernsehanalyse, Mediendokumentation sowie Design und Neue Medien. Die Laudatio auf Prof. Korte hält Prof. Dr. Knut Hickethier (Universität Hamburg). Informationen im Internet sind unter abrufbar.


Kontaktadresse:
Dr. Andreas Jahn-Sudmann
Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft
Telefon (0551) 39-9373


Weitere Informationen:
- http://zim.uni-goettingen.de/Filmtagung2007

Quelle: idw



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