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Die Geisteswissenschaften und das kulturelle Erbe - eine schwierige Erbschaft?

04.01.2007, 11:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Einladung zum zweiten Streitgespräch in der Initiative "Pro Geisteswissenschaften" - Veran-staltung am Dienstag, 23. Januar 2007, in Hannover


Erben, Vererben, Lernen, Vermitteln, Erinnerung, Traditionsbildung, kulturelles Gedächtnis: Dahinter verbergen sich fundamentale Prozesse, die uns zu Menschen machen. Etwas in unser kulturelles Gedächtnis eingehen zu lassen berührt dabei auch zentrale Funktionen der Geisteswissenschaften. Wo aber genau stehen die Geisteswissenschaften heute? Was ha-ben sie der modernen Wissensgesellschaft anzubieten? Was leisten sie - etwa bei der Auf-arbeitung unangenehmer Vergangenheiten?


Das Thema Erbe, Erbschaft und Vererbung scheint wie gemacht, um diesen Fragen nachzu-spüren - beispielhaft; denn bunt und gegensätzlich sind die Bilder, die jener Dreiklang her-vorruft: Bilder von Völkern und Kulturen, Reich und Arm, Vorfahren und Nachkommen, Evo-lution und DNS. So gesehen umschreibt der Begriff "Erbe" ein grundlegendes Konzept, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermittelt, welches Lebenswelten regelt, Wirklichkei-ten fassbar macht und Verstehenshorizonte öffnet. Und spätestens hier treffen die Geistes- auf die Naturwissenschaften, begegnen ihnen im Bemühen um die Entschlüsselung biologi-scher, kultureller, rechtlicher, ökonomischer und politischer Überlieferungskonzepte.


Um sich erfolgreich solcher (und daraus folgender) Fragen annehmen zu können, sind die Geisteswissenschaften hier zu Lande gut aufgestellt. Niedersachsen etwa verfügt über ein herausragendes Forschungspotenzial auf diesem Gebiet, das es jedoch auch weiterhin zu fördern gilt.


Damit ist der Rahmen gesteckt für das zweite Streitgespräch in der Initiative "Pro Geistes-wissenschaften mit dem Thema "Herausforderung Tradition! Die Geisteswissenschaften und das kulturelle Erbe - eine schwierige Erbschaft?" Wir laden interessierte Journalistinnen und Journalisten herzlich zu diesem Streitgespräch ein; es findet statt am Dienstag, dem 23. Ja-nuar 2007, ab 18.00 Uhr, im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1, 30159 Hannover.


Es erwartet Sie folgendes Programm:


? Begrüßung: Jürgen Gansäuer, Präsident des Niedersächsischen Landtags,


? Kurzpräsentation der Initiative "Pro Geisteswissenschaften":
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung,


Danach (gegen 18.30 Uhr): Vorträge mit anschließender Diskussion:


? Professorin Dr. Sigrid Weigel, Zentrum für Literaturforschung, Berlin:
"Erbe, Erbschaft, Vererbung. Überlieferungskonzepte zwischen Natur und Kultur";


? Professorin Dr. Simone Winko, Universität Göttingen:
"Kulturelles Erbe - Kanon und Kritik";


? Dr. Eckhart von Vietinghoff, Präsident des Landeskirchenamtes der Ev.-luth. Landeskir-che Hannovers:
"Die Deutschen und ihr schwieriges Erbe";


? Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel: "Biblio-theken und das bedrohte schriftliche Kulturerbe";


Ende der Veranstaltung voraussichtlich gegen 20.30 Uhr.


Wir bitten die Kollegen der Medien, ihre Teilnahme kurz anzumelden via Mail an: jung@volkswagenstiftung.de.


Es handelt sich bei der Veranstaltung um die zweite in einer Reihe von Streitgesprächen der Initiative "Pro Geisteswissenschaften" unter der Leitfrage: Zukunft ohne Herkunft? Die Geis-teswissenschaften in der Wissensgesellschaft.


"Pro Geisteswissenschaften" ist eine Initiative der Fritz Thyssen Stiftung und der VolkswagenStiftung in Zusammenarbeit mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius so-wie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.


Kontakt
VolkswagenStiftung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Christian Jung,
Telefon: 0511 8381 - 380, E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de.


Quelle: idw



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