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Descartes-Preis für Gießener Mikrobiologen

14.03.2008, 16:00 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

Hohe Auszeichnung der Europäischen Kommission für transnationalen ForschungsverbundEin Forschungs-Team des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, das sich unter der Leitung von Prof. Dr. Trinad Chakraborty mit Listerien-Bakterien beschäftigt, gehört zu den Preisträgern des renommierten Descartes-Forschungspreises 2007. Das in Gießen koordinierte ERA-NET PathoGenoMics-Projekt "SPATELIS", das vom Bundesforschungsministerium und der Europäischen Union gefördert wird, befasst sich mit der räumlich-zeitlichen Analyse von Listerien-Wirts-Proteinwechselwirkungen. SPATELIS ist Teil des "VIRLIS"-Verbundes, der von Frau Professor Pascale Cossart vom Pasteur-Institut in Paris geleitet wird. Dieser Forschungsverbund erhielt kürzlich in Brüssel für seine weltweit führenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Infektionsbiologie und der Entwicklung neuer Strategien zur Bekämpfung von Listerien-Bakterien den Descartes-Preis. Mit dem nach René Descartes benannten Preis zeichnet die Europäische Kommission jährlich die erfolgreichsten transnationalen Forschungsprojekte Europas aus.








Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die vor allem über verunreinigte Lebensmittel in den Körper gelangen und dort mittels ausgeklügelter Überlebens- und Vermehrungsstrategien eine gefährliche Wirkung entfalten können. Die Arbeiten in Gießen konzentrieren sich auf die Genomanalyse von Listerien-Wirts-Wechselwirkungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Listerienart Listeria monocytogenes, die über befallene Nahrungsmittel auf den Menschen und auch auf Tiere übertragen werden und die Listeriose auslösen kann, eine der gefährlichsten bakteriell verursachten Lebensmittelinfektionen weltweit, die vor allem für abwehrgeschwächte Personen, Senioren und Schwangere bedrohlich ist.


Zum "VIRLIS"-Verbundprojekt gehören neben dem Pasteur-Institut und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität zwei weitere deutsche Partner, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) und die Universität Würzburg, sowie drei Partner aus Spanien: die Universitäten Madrid und Léon und das Nationale Zentrum für Biotechnologie in Madrid (CSIC). Neben dem "VIRLIS"-Verbund wurden in Brüssel zwei weitere herausragende gesamteuropäische Forschergruppen ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 1.360.000 Euro wird auf die Preisträger aufgeteilt.


Kontakt:


Prof. Dr. Trinad Chakraborty
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Frankfurter Str. 107, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-41250
Fax: 0641 99-41259
E-Mail: Trinad.Chakraborty@mikrobio.med.uni-giessen.de


Weitere Informationen:
- http://ec.europa.eu/research/science-awards
- http://ec.europa.eu/research/science...s/press_en.htm
- http://spatelis.mikrobio.med.uni-gie...e/project.html

Quelle: idw



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