Bayerisches Orientkolloquium an der Universität Bamberg
Stadträte kannte das Osmanische Reich formal erst seit der Zeit der Tanzimat (1839-76), einer Periode tiefgreifender Reformen. Vorher wurden eher informelle Notabelnversammlungen wie viele andere, neu geschaffene kollektive Verwaltungsorgane in Dienst genommen, um Reformvorhaben der Istanbuler Politiker umzusetzen. Nach einem Gesetz über die Stadtverwaltung kam es erstmals 1878 zu Wahlen.
Mit diesen beschäftigt sich Christoph K. Neumann am Donnerstag, den 22. April, um 18 Uhr in seinem Vortrag "Umsonst gewählt? Kommunalwahlen im osmanischen Istanbul".
Der Vortrag bildet den Auftakt des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2010. Die Vorlesungsreihe bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, ihre laufenden oder abgeschlossenen Forschungen vorzustellen. Interessierte erhalten einen Einblick in verschiedene Teilgebiete der Forschung zu Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, der Islamischen Kunstgeschichte und der Archäologie sowie zur Islamwissenschaft und zur Judaistik.
In diesem Jahr stehen unter anderem Marmorfunde aus Afghanistan, islamische Handschriften, türkische Musikkultur, islamische Jenseitsvorstellungen im Mittelalter und die jüdische Friedhofsarchitektur im Mittelpunkt.
Die insgesamt elf Vorträge finden jeweils donnerstags, um 18 Uhr, An der Universität 2, Hörsaal 025, statt. Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter . Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Quelle: idw
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