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CeBIT: Clausthaler Forscher stellen Kräfteinformationssystem vor

01.03.2013, 10:10 | Wissenschaft | Autor: idw | Jetzt kommentieren

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Clausthal-Zellerfeld. Wie viele Feuerwehrleute sind am Einsatzort? Welche Qualifikationen haben sie? Was ist an Geräten dabei? Wenn die Brandschützer vor Ort eintreffen, sind diese elementaren Fragen oft nicht gleich zu klären. Abhilfe kann ein neues Informationssystem schaffen, das Clausthaler Forscher entwickelt haben. Auf der CeBIT in Hannover wird es vom 5. bis 9. März gezeigt (Halle 9, Stand 50).

Was genau verbirgt sich hinter diesem innovativen Ansatz? Während eines Einsatzes können Informationen über Funketiketten, sogenannte RFID-Tags, automatisch erfasst und unter den Feuerwehrmännern intelligent verteilt und aufbereitet werden. So gibt es zum Beispiel Antennen in den Sitzen der Fahrzeuge. Setzt sich ein Feuerwehrmann, der ein Funketikett in seiner Kleidung trägt, auf den Sitz, geht eine Mitteilung an die Leitstelle und die beteiligten Einsatzkräfte heraus. Derjenige, der den Einsatz koordiniert, weiß auf diese Weise sofort, welche Leute mit welchen Qualifikationen im Wagen sitzen – und ob je nach Schadenslage jemand nachalarmiert werden muss.

Dieses Kräfteinformationssystem, das unter Umständen Menschenleben retten kann, stellen die Clausthaler Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Software Systems Engineering um Professor Andreas Rausch auf der weltgrößten Computermesse vor. Unterstützt wurden und werden sie dabei nicht nur von der Berufsfeuerwehr aus Wolfsburg. „Viele Mitarbeiter der Universität haben sich im Hintergrund dafür engagiert, dass wir das Projekt in Hannover präsentieren können“, sagt Mirco Schindler. Der Clausthaler Diplom-Informatiker organisiert bereits zum sechsten Mal einen Messeauftritt: „Sicherlich hätten wir für die Umsetzung eine Agentur oder einen Messebauer verpflichten können, aber das ist nicht nur teuer, bei auftretenden Problemen fehlt es auch an Flexibilität.“

Die nötige Anpassungsfähigkeit zeigte hingegen die Tischlerwerkstatt der TU, in der ein Podest für die Sitze eines Demonstrationsobjektes gefertigt wurde. „Voraussetzung ist gewesen, dass der Aufbau in Teile zerlegbar und somit leicht zu transportieren ist“, erläutert Bernhard Lenk, der das Podest mit Natascha Willamowski gebaut hat. Der rund 40 Quadratmeter große Messestand, einer der eindrucksvollsten im Themenbereich „Innovationsland Niedersachsen“, umfasst dazu ein Einsatzfahrzeug, Informationstafeln und Bildschirme. Auf dem Display wird ein Video zu sehen sein, das zusammen mit der Multimedia-Abteilung des Uni-Rechenzentrums gedreht wurde. „Daneben stellt die Technische Verwaltung einen Transporter für Auf- und Abbau bereit, die Öffentlichkeitsarbeit bringt sich ein und ich könnte weitere Personen nennen“, freut sich Schindler über vielfältige Mithilfe.

Auf wissenschaftlich-technischer Ebene werden die Informatiker ebenfalls unterstützt. So ist das Clausthaler Institut für Elektrische Informationstechnik (IEI) als Teil des Forschungsvorhabens unter anderem für die Entwicklung und Erprobung der Personenerkennung verantwortlich. „Die Informatiker kümmern sich um die Software, wir vom IEI um die Hardware“, erläutert Diplom-Ingenieur Sergej Mamaschew die Aufgabenteilung. Zudem beteiligen sich die Firmen Sinosys und DHM, zwei Ausgründungen aus der TU Clausthal, an dem Projekt, das mit Mitteln aus dem Fond für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Viele Partner verfolgen ein Ziel: die Planung, Abwicklung und Nachbereitung eines (Feuerwehr-) Einsatzes durch verlässliche, automatische Informationen zu verbessern.

Weitere Informationen:
- http://www.sinosys.de/projekte/rasii/

Quelle: idw



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