Bibliotheken zahlen sich aus. 25. Bayerischer Bibliothekstag in Rosenheim

12.11.2014, 12:19 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


„Bibliotheken zahlen sich aus“: Unter diesem Motto veranstaltet der Bayerische Bibliotheksverband e.V. vom 20. bis 21. November 2014 im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim den diesjährigen Bayerischen Bibliothekstag. Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Veranstaltung findet der Bibliothekstag zusammen mit der Verbundkonferenz, der jährlichen Fachtagung für wissenschaftliche Bibliotheken in Bayern, statt.

Partner des diesjährigen Bibliothekstages sind die Bayerische Staatsbibliothek, der Berufsverband Bibliothek und Information (BIB), der Verein deutscher Bibliothekare (VdB), der Sankt Michaelsbund (SMB), die Stadt Rosenheim und als Sponsor die Bayernwerk AG. Erwartet werden rund 350 Teilnehmer.

Bibliotheken sind für die Kommunen ein finanzielles Minusgeschäft – glauben zumindest viele Träger, Controller und Kämmerer. Personalkosten und Gelder für Erwerbung und Infrastruktur schlagen sich als große Ausgabeposten im Haushalt nieder. Die Einnahmen, beispielsweise durch Benutzungsgebühren, halten sich dagegen in Grenzen. Und doch – Bibliotheken zahlen sich aus. Jeden Euro, den eine Kommune in Bibliotheken investiert, investiert sie auch in die Aus-, Fort- und Weiterbildung ihrer Bürger. Dadurch wird eine Grundlage für die erfolgreiche Teilnahme am schulischen, beruflichen, gesellschaftlichen und sozialen Leben ermöglicht. Wie setzen Bibliotheken die Gelder der Träger ein? Sie

• gewähren den freien Zugang zu jeglicher Information (Grundgesetz Art. 5, Abs. 1),
• unterstützen die Schulen bei der Leseförderung und stellen Materialien für die Aus- und Weiterbildung bereit,
• leisten einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und
• vermitteln Medienkompetenz und Orientierung in der Medienvielfalt.

Bibliotheken sind Orte der Begegnung, sie fördern den Dialog zwischen allen Generationen und Kulturen. Sie sind oft der einzige nicht-kommerzielle öffentliche Ort einer Kommune. Sie erreichen mit knapp 217 Mio. Besuchern pro Jahr in Deutschland (Stand 2013) mehr Menschen als die erste Fußballbundesliga.

Die Festrede zur Eröffnung des Bibliothekstags in Rosenheim hält Prof. Dr. Peter Bofinger, einer der "fünf Wirtschaftsweisen". Viele weitere Referenten werden deutlich machen, wie Bibliotheken gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen begegnen und warum sie für die Kommunen KEIN Verlustgeschäft im eigentlichen Sinn sind.
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Vertreter der Presse und der Medien sind herzlich zu einem Pressegespräch zum Thema eingeladen:
Termin: 20. November 2014, 10.00 Uhr
Ort: Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim (KU’KO), Kufsteiner Str. 4, 83022 Rosenheim
Kontakt und Anmeldung: Ute Palmer-Horn. Telefon: 089/28 638 2911. E-Mail: ute.palmer-horn@bsb-muenchen.de
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Über den Bayerischen Bibliothekstag: Die zweijährig stattfindende Veranstaltung ist die größte bibliothekarische Fachveranstaltung in Bayern. Sie führt Fachleute aller Bibliothekssparten zur Fachdiskussion und zur Fortbildung zusammen.

Über den Bayerischen Bibliotheksverband (BBV): Der Bayerische Bibliotheksverband e.V. – Landesverband im Deutschen Bibliotheksverband e.V. – hat die Aufgabe, das Bibliotheks- und Informationswesen im Land zu fördern, das Verständnis für seine Bedeutung und Erfordernisse zu vertiefen, die Kooperation der betreffenden Einrichtungen zu verbessern und gemeinsame Sachfragen zu behandeln. 2014 feiert der Bayerische Bibliotheksverband sein 45-jähriges Bestehen.

Über die Verbundkonferenz: Die Verbundkonferenz ist eine jährliche Veranstaltung mit informativen Vorträgen über aktuelle Neuerungen und Entwicklungen im Bibliotheksverbund Bayern, die sich an die Anwender in den einzelnen Bibliotheken richtet und Gelegenheit zu Fragen sowie zum Austausch untereinander bietet.

Ansprechpartner:
Ralph Deifel
Bayerische Staatsbibliothek
Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen
Tel.: +49 (0) 931/304691-2
E-Mail: ralph.deifel@bsb-muenchen.de

Ute Palmer-Horn
Bayerische Staatsbibliothek
Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen
Tel.: +49 (0) 89/28 638 2911
E-Mail: ute.palmer-horn@bsb-muenchen.de

Weitere Informationen:
- http://www.oebib.de/service/meldungen/article/2014/10/20/bibliotheken-zahlen-sich-aus/
- http://www.bsb-muenchen.de

Quelle: idw


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