Die Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wird im Rahmen der 7. Tübinger Mediendozentur den Gastvortrag halten. Sie spricht am Mittwoch, dem 12. Mai 2010 um 18.30 Uhr im Audimax der Universität Tübingen. Nach Maybrit Illner ist Alice Schwarzer die zweite prominente Medienfrau, die für die Tübinger Mediendozentur gewonnen werden konnte.
Alice Schwarzer wird sich mit dem Thema "Eine Frage der Haltung - Plädoyer für einen Journalismus mit Leidenschaft" befassen und damit Grundfragen des journalistischen Selbstverständnisses ansprechen. Zur Eröffnung spricht der Rektor der Universität Professor Bernd Engler, die Einführung übernimmt der Tübinger Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen.
Alice Schwarzer, 1942 geboren, startete ihre journalistische Karriere mit einem Volontariat bei den Düsseldorfer Nachrichten. 1969 wechselte sie zum linkspolitischen Magazin "Pardon". In der Folgezeit berichtete sie als Korrespondentin aus Paris für diverse deutsche Medien und gründete 1977 das politische Frauenmagazin "Emma". Bis heute ist sie dort Verlegerin und Chefredakteurin. Sie sieht in "Emma" eine gelungene Verknüpfung von Journalismus und politischer Überzeugung.
Die Tübinger Mediendozentur wurde vor sieben Jahren von SWR und Universität Tübingen ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, den journalistischen Nachwuchs zu fördern und Brücken zu schlagen zwischen Praxis und Wissenschaft. Neben einem Gastvortrag, zu dem prominente Medienschaffende eingeladen werden, gibt es Workshops für Studierende, die das SWR Studio Tübingen gemeinsam mit den Medienwissenschaftlern entwickelt. In diesem Jahr wird ein Featureworkshop mit digitaler Bildbegleitung angeboten, der sich inhaltlich mit der Frauenbewegung befassen soll.
Bisherige Gastdozenten waren: Peter Voß (2004), Claus Kleber (2005), Frank Plasberg (2006), Maybrit Illner (2007), Patrick Leclercq (2008) und Giovanni di Lorenzo (2009).
Quelle: idw
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