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| Eigenen Artikel verfassen Schuldnerberatung / PrivatinsolvenzLohnt der Gang zur Schuldnerberatung? Was tun bei Überschuldung? Die Schuldnerberatung bietet Hilfestellungen für Verbraucher, die eigenständig keinen Ausweg mehr aus der Verschuldung finden und eine unabhängige Beratung zum Thema Schulden suchen. Auch wenn die Anzahl der überschuldeten Privatpersonen 2008 im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurückgegangen ist, beträgt die Schuldnerquote in Deutschland noch immer mehr als 10 % der Gesamtbevölkerung. Aktuell sind in den alten Bundesländern insgesamt 5,7 Millionen Bürger verschuldet, in den neuen Bundesländern 1,17 Millionen – die Schuldnerquoten in West und Ost haben sich somit weitgehend angenähert. Als Hauptgrund für finanzielle Schwierigkeiten gilt die Arbeitslosigkeit, sodass ein Drittel der Hilfesuchenden in den deutschen Schuldnerberatungen über keine feste Beschäftigung verfügte. Weniger häufig führen Trennung, Scheidung, der Tod des Ehe- oder Lebenspartners, ein Unfall oder Krankheitsfolgen zu einer Überschuldung von Haushalten. Bei einem Großteil der berufstätigen Schuldner liegt das monatliche Arbeitseinkommen zudem unterhalb der Pfändungsgrenze bzw. dem Existenzminimum von etwa 990 Euro, sodass auch mit einer Privatinsolvenz keine offenen Forderungen bedient werden können. Für verschuldete und von einer Überschuldung bedrohte Verbraucher stellt die Schuldnerberatung oftmals die erste Anlaufstelle bei Schuldenproblemen dar. Schuldnerberatungsstellen geben Ratschläge und Hilfestellungen in Form von Rechtsberatungen, durch psychologische Betreuung und bieten oft finanzielle Unterstützungen für Hilfesuchende an. Die Schuldnerberatungen decken hierbei häufig den gesamten Beratungsbereich ab und beschäftigen für ihr ganzheitliches Konzept Juristen, Betriebswirte, Psychologen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen. Ziel einer jeden Schuldnerberatung ist die Regulierung aller Schulden eines Verbrauchers, wobei sich die Einleitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens in den meisten Fällen jedoch nicht vermeiden lässt. Eine Verbraucherinsolvenz setzt die vorherige Bemühung um eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern voraus, wobei Schuldnerberatungen behilflich sind – scheitert dieser Einigungsversuch, ist mit Zustimmung der Schuldnerberatung (alternativ: eines Rechtsanwaltes) die Einreichung des Insolvenzantrages möglich. In Deutschland sind insgesamt 950 Schuldnerberatungen mit mehr als 2.000 Beratern tätig, welche durch die einzelnen Bundesländer und private Fördervereine unterhalten werden.
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| pfändungsgrenze, privatinsolvenz, rechtsberatungen, schuldnerberatung, schuldnerquoten |
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