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JuraForum.deUrteileVorschriftenUUWG§ 13 UWG 

Entscheidungen zu "§ 13 UWG"

Übersicht

OLG-MUENCHEN – Urteil, 6 U 3088/05 vom 23.02.2006

1. Ein eingetragener Verein kann auch im Rahmen seiner Mitgliederwerbung als Mitbewerber i.S.d. § 2 Nr. 3 UWG zu qualifizieren sein. Maßgeblich ist, ob er dabei im geschäftlichen Verkehr agiert und mit anderen Marktteilnehmern in Konkurrenz tritt. Für ein Handeln im geschäftlichen Verkehr spricht es, wenn der Verein nicht als gemeinnützig anerkannt ist und wirtschaftliche Ziele verfolgt.

2. Wirbt ein Verein in Konkurrenz zu anderen Marktteilnehmern um Mitglieder, stellt auch sein Name eine werbliche Angabe i.S.d. § 5 Abs. 2 Satz 1 UWG dar, welche irreführend sein kann.

3. Die Vorschrift des § 13 UWG, welche erstmals die ausschließliche sachliche Zuständigkeit der Landgerichte für wettbewerbsrechtliche Ansprüche normiert, lässt eine vor Inkrafttreten der Rechtsänderung zum 08. Juli 2004 begründete Zuständigkeit des originären Einzelrichters nach § 348 Abs. 1 Satz 1 ZPO entsprechend § 261 Abs. 3 Nr. 2 ZPO unberührt. Die Zuständigkeit des originären Einzelrichters ist gemäß § 348 Abs. 1 Satz 2 lit. k ZPO nur für solche Wettbewerbssachen ausgeschlossen, welche erst nach Inkrafttreten der Rechtsänderung rechtshängig geworden sind.

OLG-ZWEIBRüCKEN – Urteil, 4 U 162/01 vom 16.05.2002

Eine verkehrsüblich geformte Spraydose für ein Mittel zur Pflege des Kraftfahrzeuginnenraums, in deren oberen Bereich Früchte abgebildet sind, die aber den besonders hervorgehobenen Aufdruck "Cockpitspray" enthält und im weiteren Dekorationsbereich deutlich einen Kfz-Innenbereich abbildet, lässt aus Sicht eines durchschnittlich verständigen Verbrauchers nicht erwarten, dass sich in der Dose Lebensmittel befinden. Die Aufmachung ist auch nicht geeignet, die aktive Neugier von Kindern zu wecken.

OLG-ZWEIBRüCKEN – Beschluss, 4 W 23/02 vom 04.04.2002

Bei einem vorangegangenen einstweiligen Verfügungsverfahren muss der Kläger dann, wenn er für den Fall eines Anerkenntnisses die Kostenfolge des § 93 ZPO vermeiden will, den Beklagten grundsätzlich durch ein Abschlussschreiben abmahnen, ehe er Hauptsacheklage erhebt. Dazu genügt die Aufforderung, den durch die einstweilige Verfügung festgelegten Sachverhalt "als Hauptsacheentscheidung" anzuerkennen. Eine ausdrückliche Klageandrohung und Fristsetzung sind nicht erforderlich.

OLG-ZWEIBRüCKEN – Urteil, 4 U 114/01 vom 14.02.2002

1. Die Anpreisung eines Fahrzeugs als "neu zum Gebrauchtpreis" enthält die Ankündigung es werde ein fabrikneues Fahrzeug verkauft. Eine solche Werbung ist irreführend, wenn es sich bei dem beworbenen Fahrzeug um ein Auslaufmodell handelt, das schon seit mehreren Jahren in der vorliegenden Art nicht mehr gefertigt wird.

2. Ein Verstoß gegen § 3 UWG und gegen die Preisangabenverordnung, der darin liegt, dass der Nettopreis ohne Mehrwertsteuer blickfangmäßig herausgestellt wird, entfällt nicht deshalb, weil das beworbene (Pickup-) Fahrzeug über eine LKW-Zulassung verfügt.

KAMMERGERICHT-BERLIN – Urteil, 5 U 232/01 vom 11.12.2001

Zur Frage des bewussten und planmäßigen Verstoßes gegen die Vorschriften des Ladenschlüsse.

KAMMERGERICHT-BERLIN – Urteil, 5 U 5617/00 vom 04.12.2001

Liegen die Geschäftslokale zweier Wettbewerber räumlich zu weit von einander entfernt, um Umsetzeinbußen bewirken zu können, entfällt die Klagebefugnis des unmittelbar Verletzten. Jedoch kommt eine Klagebefugnis gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 1 UWG in Betracht.

Die Wiederholungsgefahr ist auch dann zu bejahen, wenn ein Verstoß gegen die Vorschriften des LSchLG anlässlich eines sich erst in 25 Jahren wiederholenden Jubiläumsverkaufes stattgefunden hat.

OLG-SCHLESWIG – Urteil, 6 U Kart 38/01 vom 09.10.2001

Ein Netzmonopolist mißbraucht seine marktbeherrschende Stellung, wenn er einen Netznutzungsvertrag nur mit dem Verbraucher als Endkunden schließen will und nicht mit einem Stromhändler zur Durchleitung elektrischer Energie.

OLG-CELLE – Urteil, 13 U 116/00 vom 18.01.2001

Keine Klagebefugnis des Vereins, wenn betroffene Mitglieder keine Störung des Wettbewerbs erkennen und sich nicht feststellen lässt, dass die beanstandete Handlung geeignet ist, den Wettbewerb erheblich zu beeinträchtigen.

OLG-FRANKFURT – Urteil, 13 U 204/98 vom 13.12.2000

Kein Unterlassungsanspruch eines Verbraucherschutzverbands aus §§ 1, 13 UWG gegen Haushaltsumfrage eines Adressverlags

LAG-RHEINLAND-PFALZ – Beschluss, 7 Ta 238/07 vom 05.12.2007

LAG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 13 Sa 69/05 vom 18.10.2006

OLG-KOELN – Urteil, 5 U 147/05 vom 26.04.2006

OLG-ROSTOCK – Beschluss, 6 W 12/05 vom 29.11.2005

OLG-ROSTOCK – Beschluss, 2 UH 4/04 vom 07.12.2004

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-7 U 149/03 vom 20.02.2004

OLG-KOELN – Beschluss, 6 U 31/02 vom 02.09.2002

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 23/02 vom 17.07.2002

OLG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 2 W 26/02 vom 21.06.2002

BSG – Urteil, B 3 KR 3/01 R vom 25.09.2001

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 29/00 vom 26.05.2000

BGH – Urteil, I ZR 75/98 vom 06.04.2000

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 28/98 vom 13.08.1999

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 37/99 vom 23.06.1999


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