Urteile zu § 18 Abs. 2 JGG – Urteilsdatenbank von JuraForum.de

Entscheidungen und Beschlüsse zu § 18 Abs. 2 JGG

OLG-KARLSRUHE – Beschluss, 3 Ss 140/06 vom 28.09.2006

1. Für die Entscheidung, ob ein Jugendlicher in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen, kommt es auf die besonderen Umstände des Einzelfalls und die Auswirkung der Jugendstrafe auf dessen persönliche Situation an. Dabei sind Alter, Unerfahrenheit sowie Bildungs- und Sozialisationsdefizite des Jugendlichen zu berücksichtigen.

2. Eine Jugendstrafe darf nur verhängt werden, wenn die festgestellten Defizite nicht nur auf entwicklungsbedingten Reifeverzögerungen, sondern auf erheblichen, schon verfestigten Persönlichkeitsmängeln beruhen, denen mit weniger einschneidenden Erziehungsmaßnahmen nicht wirksam begegnet werden kann.

OLG-HAMM – Beschluss, 2 Ss 1237/99 vom 07.12.1999

Der Tatrichter muß ausreichende tatsächliche Feststellungen für die Annahme "schädlicher Neigungen" treffen.

Zu den Anforderungen an die Rechtsfolgenentscheidung im Urteil des Jugendstrafverfahrens.

OLG Hamm Beschluß 07.12.1999 - 2 Ss 1237/99 -
28 Ls 25 Js 1680/98 (AK 21/99) AG Bochum


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