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JuraForum.deUrteileVorschriftenHHGB§ 428 HGB 

Entscheidungen zu "§ 428 HGB"

Übersicht

OLG-KOBLENZ – Urteil, 12 U 218/05 vom 29.05.2006

Nach § 435 HGB gelten die gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsbegrenzungen nicht, wenn der Schaden auf eine Handlung oder Unterlassung zurückzuführen ist, die der Frachtführer oder eine der in § 428 HGB genannten Personen vorsätzlich oder leichtfertig und in dem Bewusstsein begangen hat, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde. Das Durchfahren einer Brückenunterführung einer Bundesautobahn mit einem deutlich die erlaubte Höhe überragenden Lkw samt Ladung ohne behördliche Ausnahmegenehmigung ist als grobe Fahrlässigkeit anzusehen.

OLG-FRANKFURT – Urteil, 15 U 86/05 vom 09.03.2006

Zu den Anforderungen an die Haftungsfreistellung des Frachtführers nach § 426 HGB.

OLG-BRAUNSCHWEIG – Urteil, 2 U 201/03 vom 03.02.2005

1) Im gewerblichen Bereich spricht nach der allgemeinen Lebenserfahrung eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass an den gewerblichen Kunden exakt die bestellten und sodann berechneten Waren versandt wurden. Es ist deshalb prima facie anzunehmen, dass die in einer mit der Bestellung korrespondierenden Rechnung aufgeführten Waren in dem übergebenen verschlossenen Behältnis enthalten waren.

2) Bei einem ungeklärten Schadenshergang ist ein Fixkostenspediteur grundsätzlich verpflichtet, im Einzelnen zum Organisationsablauf in seinem Betrieb und zu den von ihm gegen einen Verlust von Transportgut getroffenen Sicherheitsmaßnahmen vorzutragen. Kommt er dem nicht nach, lässt das im Allgemeinen den Schluss darauf zu, dass der eingetretene Schaden durch Leichtfertigkeit i.S. von § 435 HGB und in dem Bewusstsein, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde, verursacht wurde.

OLG-ZWEIBRüCKEN – Urteil, 4 U 180/02 vom 02.10.2003

Allein der Umstand, dass ein zum Transport übergebenes Paket über Nacht auf der Rücksitzbank des in öffentlichem Parkraum abgestellten Transportfahrzeugs belassen wird, rechtfertigt ohne Hinzutreten weiterer Umstände noch nicht die Annahme, der Frachtführer habe in dem Bewusstsein gehandelt, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde.

OLG-STUTTGART – Urteil, 3 U 30/2001 vom 05.09.2001

1. Hat der Schädiger gem. § 435 HGB mit qualifiziertem Verschulden gehandelt, ist der Geschädigte nicht auf die §§ 249 ff. BGB beschränkt, sondern kann auch Wertersatz gem. § 429 HGB verlangen.

2. Von dem in der Rechnung ausgewiesenen Kaufpreis sind die
Beförderungskosten auch dann gem. § 429 Abs. 3 S. 2 HGB abzuziehen, wenn diese im Verkaufspreis miteinkalkuliert sind und die Höhe des Verkaufspreises nicht davon abhängt, ob sich der Käufer die Ware anliefern lässt.

BGH – Urteil, I ZR 146/05 vom 30.01.2008

BGH – Urteil, I ZR 43/05 vom 20.09.2007

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 172/06 vom 19.06.2007

BGH – Urteil, I ZR 70/04 vom 26.04.2007

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 171/04 vom 05.09.2006

SAARLAENDISCHES-OLG – Urteil, 5 U 418/05 vom 12.04.2006

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-18 U 71/05 vom 19.12.2005

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-15 U 22/05 vom 27.07.2005

BGH – Urteil, I ZR 295/02 vom 04.05.2005

BGH – Urteil, I ZR 48/02 vom 02.12.2004

BGH – Urteil, I ZR 120/02 vom 11.11.2004

BGH – Urteil, I ZR 200/01 vom 04.03.2004

BGH – Urteil, I ZR 55/01 vom 23.10.2003

BGH – Urteil, I ZR 275/00 vom 09.10.2003

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 46/03 vom 19.08.2003

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 28/03 vom 05.08.2003

OLG-BAMBERG – Urteil, 5 U 119/03 vom 29.07.2003

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 163/00 vom 08.03.2002

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 35/01 vom 19.06.2001


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