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JuraForum.deUrteileVorschriftenEEStG§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG 

Entscheidungen zu "§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG"

Übersicht

BFH – Urteil, XI R 49/05 vom 21.06.2006

Sind Aufwendungen auf ein Wirtschaftsgut nicht als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten abgezogen, sondern zu Unrecht als Herstellungskosten erfasst worden, kann bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 bzw. nach § 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG der Abzug nicht in späteren Veranlagungszeiträumen nachgeholt werden.

BFH – Urteil, VIII R 77/97 vom 09.05.2000

BUNDESFINANZHOF

1. Die Absicht zur Erzielung von Einkünften setzt das Streben des Steuerpflichtigen voraus, durch die Vermögensnutzung einen (Total-)Überschuss der steuerpflichtigen Einnahmen über die Erwerbsaufwendungen zu erzielen. Die Beantwortung der Frage, ob der Steuerpflichtige eine Überschusserzielungsabsicht besaß, hängt von einer unter Heranziehung aller objektiven Umstände zu treffenden (Wahrscheinlichkeits-)Prognose über die voraussichtliche Dauer der Vermögensnutzung, die in dieser Zeitspanne voraussichtlich erzielten steuerpflichtigen Erträge und die in diesem Zeitpunkt voraussichtlich anfallenden Erwerbsaufwendungen ab. Für diese Prognose können die Verhältnisse eines bereits abgelaufenen Zeitraums wichtige Anhaltspunkte liefern.

2. Die für das Vorhandensein oder Fehlen der Überschusserzielungsabsicht des Steuerpflichtigen zu treffenden Prognosen beruhen im Wesentlichen auf Schlussfolgerungen tatsächlicher Art, die zu den tatsächlichen Feststellungen i.S. von § 118 Abs. 2 FGO gehören und deshalb das Revisionsgericht grundsätzlich binden.

3. Zur Prognose von längerfristigen Einnahmen in ausländischer Währung (Prognose des Devisenkurses; Anschluss an das BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 X R 23/95, BFHE 190, 460, BStBl II 2000, 267).

EStG § 2 Abs. 2 Nr. 2, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, § 20 Abs. 1 Nr. 6, § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a
FGO § 118 Abs. 2

Urteil vom 9. Mai 2000 - VIII R 77/97 -

Vorinstanz: FG des Landes Brandenburg (EFG 1998, 311)

BFH – Urteil, VIII R 40/98 vom 23.02.2000

BUNDESFINANZHOF

Ein beim Erwerb einer stillen Beteiligung an den Geschäftsinhaber entrichtetes Ausgabeaufgeld gehört zu den Anschaffungskosten der stillen Beteiligung und ist nicht als Werbungskosten bei den Einkünfte aus Kapitalvermögen abziehbar.

EStG § 9 Abs. 1 Satz 1, § 2 Abs. 2 Nr. 2, § 20 Abs. 1 Nr. 4
HGB § 230, § 272 Abs. 2 Nr. 1
BGB § 705

Urteil vom 23. Februar 2000 - VIII R 40/98 -

Vorinstanz: FG Berlin (EFG 1998, 1193)

BFH – Urteil, IX R 87/95 vom 26.01.2000

BUNDESFINANZHOF

1. Einem Arbeitnehmer von Dritten gezahlte Bestechungsgelder sind sonstige Einkünfte i.S. von § 22 Nr. 3 EStG.

2. Das Zurückzahlen von --gemäß § 22 Nr. 3 EStG als sonstige wiederkehrende Einkünfte steuerpflichtigen-- Bestechungsgeldern in einem späteren Veranlagungszeitraum ist im Abflusszeitpunkt in voller Höhe steuermindernd zu berücksichtigen. Das Verlustausgleichs- und Verlustabzugsverbot des § 22 Nr. 3 Satz 3 EStG steht nicht entgegen.

EStG § 2 Abs. 1 Nr. 7, Abs. 2 Nr. 2, § 9 Abs. 1 Satz 1, § 11 Abs. 2, § 22 Nr. 3

Urteil vom 26. Januar 2000 - IX R 87/95 -

Vorinstanz: FG Düsseldorf

BFH – Urteil, X R 23/95 vom 15.12.1999

BUNDESFINANZHOF

Finanzierungskosten, die durch den Abschluss eines Vertrages über eine sofort beginnende Leibrentenversicherungsleistung gegen Zahlung eines Einmalbetrages veranlasst sind, können als Werbungskosten bei den Einkünften aus wiederkehrenden Bezügen abziehbar sein, wenn der Rentenberechtigte (Steuerpflichtiger) nach den gegebenen Umständen, vor allem im Hinblick auf seine (statistische) Lebenserwartung bei Vertragsschluss, damit rechnen kann, dass die Einnahmen (in Höhe der Ertragsanteile) den Finanzierungsaufwand übersteigen.

EStG § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 und Abs. 2 Nr. 2, § 9 Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 Nr. 1, § 11, § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a
BewG § 12 Abs. 3 Satz 1

Urteil vom 15. Dezember 1999 - X R 23/95 -

Vorinstanz: FG Düsseldorf (EFG 1995, 255)

BFH – Urteil, IX R 59/96 vom 14.09.1999

BUNDESFINANZHOF

Das FG kann die Absicht des Steuerpflichtigen, langfristig Überschüsse bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, wegen einer beim Erwerb erteilten sog. Wiederverkaufsgarantie nur dann verneinen, wenn erkennbar ist, daß der Steuerpflichtige bereits beim Erwerb des Objekts ernsthaft in Betracht gezogen hat, sich mit Rücksicht auf diese Garantie von dem Objekt wieder zu trennen (Anschluß an das BFH-Urteil vom 14. Februar 1995 IX R 95/93, BFHE 177, 95, BStBl II 1995, 462).

FGO § 96 Abs. 1
EStG § 2 Abs. 2 Nr. 2, § 21 Abs. 1

Urteil vom 14. September 1999 - IX R 59/96 -

Vorinstanz: FG Düsseldorf (EFG 1997, 964)

BFH – Beschluss, GrS 1/97 vom 23.08.1999

BUNDESFINANZHOF

1. Beteiligt sich der Steuerpflichtige an den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Gebäudes, das seinem Ehepartner gehört und in dem der Steuerpflichtige einen Raum (Arbeits- zimmer) für seine beruflichen Zwecke (§ 19 EStG) nutzt, kann er die auf diesen Raum entfallenden eigenen Aufwendungen grundsätzlich als Werbungskosten (AfA) geltend machen.

2. Bemessungsgrundlage der AfA sind die auf das Arbeitszimmer entfallenden Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie der Kostenbeteiligung des Steuerpflichtigen entsprechen.

EStG § 2 Abs. 2 Nr. 2, § 7 Abs. 4, § 9 Abs. 1 Nr. 7, § 19

Beschluß vom 23. August 1999 - GrS 1/97 -

Vorlagebeschluß vom 22. November 1996 VI R 77/95 (BFHE 181, 362, BStBl II 1997, 208)

BFH – Beschluss, GrS 2/97 vom 23.08.1999

BUNDESFINANZHOF

1. Erwerben der Steuerpflichtige und sein Ehegatte aus gemeinsamen Mitteln gleichzeitig jeweils einander gleiche Eigentumswohnungen, von denen die des Ehegatten gemeinsam zu Wohnzwecken genutzt wird, und nutzt der Steuerpflichtige in dieser Wohnung einen Raum (Arbeitszimmer) alleine zu beruflichen Zwecken (§ 19 EStG), kann er die darauf entfallenden Anschaffungskosten grundsätzlich nicht als eigene Werbungskosten (AfA) geltend machen.

2. Vom Eigentümer-Ehegatten aufgewendete Anschaffungskosten des Arbeitszimmers können nicht als sog. Drittaufwand Werbungskosten (AfA) des Steuerpflichtigen sein.

3. Werden die laufenden Aufwendungen für die Wohnung des Eigentümer-Ehemannes gemeinsam getragen, kann der Steuerpflichtige die durch die Nutzung des Arbeitszimmers verursachten Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen.

EStG § 2 Abs. 2 Nr. 2, § 7 Abs. 4, § 9 Abs. 1, § 19

Beschluß vom 23. August 1999 - GrS 2/97 -

Vorlagebeschluß vom 25. November 1996 VI R 8/90 (BFHE 181, 377, BStBl II 1997, 215)

BFH – Beschluss, GrS 3/97 vom 23.08.1999

BUNDESFINANZHOF

Allein aufgrund der Tatsache, daß der Steuerpflichtige gemeinsam mit seinem Ehepartner ein Arbeitszimmer in der dem Ehepartner gehörenden Wohnung nutzt, sind ihm die anteiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Arbeitszimmers entsprechend seiner Nutzung zur Vornahme von AfA nicht zuzurechnen.

EStG § 2 Abs. 2 Nr. 2, §§ 7, 9 Abs. 1, § 19

Beschluß vom 23. August 1999 - GrS 3/97 -

Vorlagebeschluß vom 25. November 1996 VI R 23/95 (BFHE 181, 383, BStBl II 1997, 219)

BFH – Urteil, IX R 64/96 vom 27.07.1999

BUNDESFINANZHOF

Bei einer langfristigen Vermietung wird die Absicht, positive Überschüsse zu erzielen, nicht allein dadurch ausgeschlossen, daß der vereinbarte Mietpreis lediglich rd. zwei Drittel der Marktmiete beträgt (Anschluß an BFH-Urteil vom 30. September 1997 IX R 80/94, BFHE 184, 406, BStBl II 1998, 771).

EStG §§ 2 Abs. 2 Nr. 2, 21 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2

Urteil vom 27. Juli 1999 - IX R 64/96 -

Vorinstanz: Hessisches FG (EFG 1997, 71)

BFH – Urteil, VI R 60/08 vom 26.03.2009

BFH – Beschluss, IX B 136/08 vom 10.03.2009

BFH – Urteil, VI R 73/06 vom 13.12.2007

BGH – Urteil, 5 StR 347/06 vom 31.07.2007

BFH – Urteil, VI R 56/02 vom 23.05.2006

BFH – Urteil, X R 66/00 vom 25.06.2003

BFH – Urteil, IX R 11/99 vom 17.12.2002

BFH – Urteil, VIII R 63/00 vom 23.07.2002

BFH – Urteil, IX R 20/00 vom 19.03.2002

BFH – Urteil, VI R 109/99 vom 24.10.2000

BFH – Beschluss, XI B 123/99 vom 15.06.2000

BFH – Urteil, VIII R 8/98 vom 07.12.1999

BFH – Urteil, VIII R 79/98 vom 27.07.1999


Entscheidungen zu weiteren Paragraphen

Gesetze

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