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Urteile zu § 43 BBG – Urteilsdatenbank von JuraForum.de

Entscheidungen und Beschlüsse zu § 43 BBG

HESSISCHER-VGH – Beschluss, 1 A 2440/11.Z vom 12.02.2013

Aus der in § 4 Abs. 2 BPolBG enthaltenen Regelung, wonach die dem Dienstvorgesetzten vorbehaltene Feststellung der Polizeidienstunfähigkeit im Sinne von § 4 Abs. 1 BPolBG auch aufgrund des Gutachtens eines beamteten Bundespolizeiarztes festgestellt werden kann, ergibt sich, dass auch die Einschätzung, ob eine ärztliche Untersuchung wegen bestehender Zweifel an der Dienstfähigkeit gemäß § 44 Abs. 6 BBG erforderlich ist, in der Bundespolizei von einem beamteten Bundespolizeiarzt getroffen werden darf; es handelt sich insoweit um ein wesensgleiches Minus.

BAG – Urteil, 3 AZR 708/11 vom 19.06.2012

Scheidet ein Dienstordnungsangestellter vorzeitig mit einer unverfallbaren Versorgungsanwartschaft nach § 1b BetrAVG aus dem Dienstordnungsangestelltenverhältnis aus, darf sein nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 BetrAVG zu berechnender Anspruch auf Versorgungsleistungen gemäß § 18 Abs. 9 BetrAVG nicht hinter dem Rentenanspruch zurückbleiben, der sich ergeben hätte, wenn er für die Zeit der nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI versicherungsfreien Beschäftigung als Dienstordnungsangestellter in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert worden wäre. Der Berechnung des fiktiven gesetzlichen Rentenanspruchs ist nur die Beschäftigungszeit in dem versicherungsfreien Dienstordnungsangestelltenverhältnis zugrunde zu legen, in dem die unverfallbare Versorgungsanwartschaft erworben wurde.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 4 S 1677/10 vom 28.07.2011

1. Die Zeit für das An- und Ablegen der Polizeiuniform in den Diensträumen vor Schichtbeginn bzw. nach Schichtende stellt keine beamtenrechtliche Arbeitszeit im Sinne von § 4 AzUVO dar.

2. Anders ist zu entscheiden, soweit es das An- und Ablegen von Dienstwaffe und Schutzweste betrifft.

BVERWG – Beschluss, 2 B 29.10 vom 21.12.2010

1. Ein Dienstbezug ist nicht allein in den Fällen gegeben, in denen der Beamte auf seinem Dienstposten mit gerade denjenigen Aufgaben befasst war, die Gegenstand des ihm zur Last gelegten außerdienstlichen Fehlverhaltens sind. Es genügt, wenn das außerdienstliche Verhalten Rückschlüsse auf die Dienstausübung in dem Amt im konkret-funktionellen Sinn zulässt oder den Beamten in der Dienstausübung beeinträchtigt (vgl. Urteile vom 19. August 2010 - <a href="http://www.bverwg.de/enid/1c3e9a5eca4123896a0fdb0ffd3eee3f,66cdcf305f7472636964092d093132383235/Entscheidungen/Verwandte_Dokumente_ax.html?az=BVerwG+2+C+5.10" title="BVerwG 2 C 5.10">BVerwG 2 C 5.10</a> und <a href="http://www.bverwg.de/enid/1c3e9a5eca4123896a0fdb0ffd3eee3f,66cdcf305f7472636964092d093132383235/Entscheidungen/Verwandte_Dokumente_ax.html?az=BVerwG+2+C+13.10" title="BVerwG 2 C 13.10">BVerwG 2 C 13.10</a> - jeweils Rn. 14 ff.).

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 5 LB 20/09 vom 23.02.2010

1. Die an einen aktiven Beamten gerichtete Anordnung, sich zur Klärung seiner Dienstfähigkeit ärztlich untersuchen zu lassen, ist kein Verwaltungsakt.2. Die Untersuchungsanordnung ist aber eine selbständige Verfahrenshandlung i.S.d. § 44a Satz 2 VwGO, gegen die vor Erlass der Sachentscheidung vorläufiger Rechtsschutz bzw. Rechtsschutz im Hauptsacheverfahren über die allgemeine Leistungsklage gewährt werden kann.3. Weigert sich der Beamte ohne hinreichenden Grund, der Untersuchungsanordnung nachzukommen, darf der Dienstherr die Feststellung der Dienstunfähigkeit darauf stützen. Der Dienstherr ist sodann grundsätzlich nicht verpflichtet, nach einer anderweitigen Verwendung des Beamten zu suchen.

VG-KARLSRUHE – Beschluss, 2 K 4088/07 vom 29.01.2008

1. Die Möglichkeit der Zwangsbeurlaubung nach § 78 Abs. 1 Satz 1 LBG ist nicht auf die in § 78 Abs. 1 Satz 2 LBG genannten Fälle der Beendigung des Beamtenverhältnisses beschränkt, sondern kann auch in Betracht kommen, wenn der Beamte wegen schwerwiegender Fehlleistungen oder Spannungen am derzeitigen Arbeitsplatz anderweitig verwendet werden soll und dies nicht sofort möglich ist.

2. Das Hausrecht eines Schulleiters dient der Abwehr von Störungen durch Außenstehende; Störungen durch einen Lehrer können nur durch dienstrechtliche Maßnahmen der für das Verbot der Amtsführung zuständigen Behörde abgewehrt werden.

BVERWG – Beschluss, BVerwG 2 B 10.05 vom 06.06.2005

Die auf den Antrag des Beamten ausgesprochene Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ist nicht deshalb nichtig, weil der unmittelbare Dienstvorgesetzte die erforderliche Erklärung, er halte den Beamten für dienstunfähig, nicht ausdrücklich abgegeben hat.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 5 LC 134/03 vom 23.09.2003

Nach § 9 Abs. 7 Satz 1 BhV (i.d.F. d. Bekl. v. 20.08.1997, Gmbl. S. 429) i.V.m. den §§ 84 Abs. 2 Satz 2, 43 Abs.5, 15 Abs. 1 Nr. 2 SGB XI (i.d.F. d. Änderungsgesetze v. 05.06.1998, BGBl I S. 1229 und v. 22.12.1999, BGBl I S. 2626, 2648) sind bei Vorliegen der Pflegeklasse II pflegebedingte Aufwendungen in Höhe von 2.500,-- DM (1.279 ,-- ) beihilfefähig. Darüber hinausgehende Aufwendungen hat der Beihilfeberechtigte selbst zu tragen, es sei denn die beamtenrechtliche Fürsorgepflicht des Dienstherrn (§ 79 BGB) gebietet einen Ausgleich (hier verneint für entsprechende zusätzliche Aufwendungen eines Ltd. Reg.Dir. a.D. in Höhe von etwa 500,-- DM monatlich).

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 3 B 268/03 vom 12.06.2003

Auch nach Inkrafttreten von § 14 SGB IX bleibt § 43 Abs. 1 S. 1, 2 SGB I anwendbar, wenn trotz ordnungsgemäßer Sachverhaltsklärung seitens des zuerst angegangenen Rehabilitationsträgers die Zuständigkeit für die beantragte Maßnahme innerhalb der Zweiwochenfrist von § 14 Abs. 1 S. 1 SGB IX nicht zu klären ist und weitere Ermittlungen zu einer unzumutbaren Verzögerung der Leistung führen würden.

VG-OLDENBURG – Urteil, 6 A 4532/00 vom 29.01.2003

Es besteht kein Anspruch eines Beamten auf Versetzung in den Ruhestand wegen behaupteter dauernder Dienstunfähigkeit, wenn der Amsarzt mit überzeugenden Stellungnahmen eine abgeklungene Depression für einen Hauptschullehrer attestiert und die vorgelegten Privatgutachten lediglich aufgrund eines persönlichen Eindrucks eine schwere Depression annehmen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 763/94 vom 02.03.1995

1. Ein Beamter auf Probe, dessen Bewährung in der Probezeit wegen gesundheitlich bedingter Fehlzeiten nicht festgestellt werden kann, kann nach § 43 Abs 1 Nr 2 LBG (BG BW) wegen mangelnder Bewährung entlassen werden, ohne daß eine Entlassung nach § 41 Nr 2 LBG (BG BW) wegen nicht dienstlich verursachter Dienstunfähigkeit oder eine Versetzung in den Ruhestand nach § 57 Abs 2 LBG (BG BW) vorrangig in den Blick zu nehmen wäre.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 4 S 1116/91 vom 21.08.1992

1. Zur Zulässigkeit der Feststellungsklage eines nicht nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhauses gegen das Land, daß das Krankenhaus bei der Gewährung von Beihilfen an Landesbeamte vollumfänglich wie ein zugelassenes Krankenhaus zu behandeln sei. Prüfungsmaßstab einer solchen Klage ist das Willkürverbot.

2. Es ist aus beamtenrechtlicher Sicht nicht willkürlich, die Beihilfefähigkeit der Behandlung in einem nicht nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhaus von einer vorherigen Anerkennung der Beihilfefähigkeit abhängig zu machen.


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