JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 29.01.2009, Aktenzeichen: 5 S 149/08
| Leitsatz: | 1. Zur Klagebefugnis von Straßenanliegern, die von der Straßenverkehrsbehörde die Kennzeichnung eines im Bebauungsplan festgesetzten verkehrsberuhigten Bereichs nach § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 3 StVO beanspruchen. 2. § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 5 StVO ermächtigt die Straßenverkehrsbehörden lediglich zu Anordnungen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen in den nach § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 3 StVO gekennzeichneten Bereichen, nicht jedoch zu deren Einrichtung. Diese bleibt einer städteplanerischen Entscheidung der Gemeinde vorbehalten. 3. Die Festsetzung eines verkehrsberuhigten Bereichs als Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung in einem Bebauungsplan nach § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB dient der Wohnumfeldverbesserung und damit vorwiegend städtebaulichen Zielen. Insofern kommt ihr grundsätzlich keine Schutzwirkung zu Gunsten von Straßenanliegern zu. |
| Rechtsgebiete: | BauGB, StVO, VwGO |
| Vorschriften: | BauGB § 9 Nr. 11, BauGB § 9 Nr. 24, StVO § 42 Abs. 4a Zeichen 325, StVO § 42 Abs. 4a Zeichen 326, StVO § 45 Abs. 1 Satz 1, StVO § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 3, StVO § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 5, StVO § 45 Abs. 1 b Satz 2, VwGO § 42 Abs. 2, |
| Stichworte: | Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung, Bebauungsplan, Drittschutz, Einvernehmen, Gemeinde, Kennzeichnung, maßgeblicher Zeitpunkt, Planvollziehungsanspruch, städteplanerische Entscheidung, Straßenanlieger, Straßenverkehrsbehörde, verkehrsberuhigter Bereich, Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung, Verkehrskonzept, Verkehrszeichen, |
| Verfahrensgang: | VG Freiburg, 2 K 1267/06 vom 04.07.2007 |
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