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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGUrteil vom 28.01.2005, Aktenzeichen: 8 S 2831/03 



VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 8 S 2831/03

Urteil vom 28.01.2005


Leitsatz:1. Der bauplanerische Ausschluss einzelner Nutzungsarten ist nur dann städtebaulich gerechtfertigt, wenn er anhand eines schlüssigen Plankonzepts auf seine Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit überprüft werden kann.

2. Daran fehlt es, wenn für die Differenzierung zwischen ausgeschlossenen und zugelassenen Nutzungsarten keine nachvollziehbaren städtebaulichen Gründe erkennbar sind (hier: Ausschluss des Einzelhandels zur "Aufwertung" des Gewerbegebiets bei gleichzeitiger Zulassung von Vergnügungsstätten (u. a. Spielhallen), Tankstellen und Kfz-Handel; im Anschluss an Urteil des Senats v. 23.8.2001 - 8 S 1119/01 -, VBlBW 2002, 74).
Rechtsgebiete:BauGB, BauNVO
Vorschriften:BauGB § 17, BauNVO § 1 Abs. 5, BauNVO § 8 Abs. 2 Nr. 1, BauNVO § 11 Abs. 3, BauNVO § 15 Abs. 1,
Stichworte:Ausschluss, Nutzungsart, Rechtfertigung, Plankonzept, Schlüssigkeit/Plausibilität, Verhältnismäßigkeit, Eignung, Faktische Bausperre,
Verfahrensgang:VG Stuttgart 13 K 4577/01 vom 12.11.2002

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