JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 26.09.2003, Aktenzeichen: 3 S 1650/02
| Leitsatz: | Bei der Aufstellung eines Bebauungsplans müssen eine unverhältnismäßige Belastung des Eigentümers real vermieden und die Privatnützigkeit des Eigentums so weit wie möglich erhalten werden (im Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 19.12.2002 - 1 BvR 1402/01 -, BauR 2003, 1338). Dies gilt insbesondere, wenn bestehende Gebäude und Nutzungen überplant werden (wie VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 23.9.2002 - 5 S 2687/00). Ein Bebauungsplan ist wegen Verstoßes gegen § 1 Abs. 6 BauGB nichtig, wenn er ein privatnütziges und mit einem Wohnhaus bebautes Grundstück insgesamt als öffentliche Friedhofsfläche ausweist und die gesamte Friedhofsfläche dafür ausreicht, den Bedarf an Gräbern für mindestens 84 Jahre zu erfüllen. |
| Rechtsgebiete: | GG, BauGB |
| Vorschriften: | GG Art. 14, BauGB § 1 Abs. 6, |
| Stichworte: | Friedhof, Öffentliche Grünfläche, |
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