JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 21.07.2004, Aktenzeichen: 4 S 2068/02
| Leitsatz: | 1. Bei der Prüfung der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für eine stationäre Krankenbehandlung im Ausland ist die nach § 13 BVO vorzunehmende fiktive inländische Kostenberechnung auf das Maß der im Ausland in Anspruch genommenen Leistungen - sowohl inhaltlich als auch der Dauer nach - beschränkt (wie OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 22.04.1988 - 6 A 970/86 -). 2. Im Rahmen der Gebührenminderungspflicht nach § 6a GOÄ kommt es nicht darauf an, ob und bei wem Sach- und Personalkosten für die Leistungen im Einzelfall entstanden sind. Dies gilt auch für im Ausland vorgenommene ärztliche Behandlungen während eines stationären Krankenhausaufenthalts. 3. Die in § 13 BVO enthaltene Beschränkung der Beihilfefähigkeit für eine Krankenhausbehandlung im Ausland ist mit der Fürsorgepflicht vereinbar. Sie hält sich im Rahmen des dem Dienstherrn bei der Konkretisierung seiner Fürsorgepflicht zustehenden Ermessens. |
| Rechtsgebiete: | BVO, GOÄ, LBG |
| Vorschriften: | BVO § 13, GOÄ § 6a, LBG § 98, |
| Stichworte: | Auslandsaufwendungen, Fürsorgepflicht, |
| Verfahrensgang: | VG Karlsruhe 12 K 2758/99 vom 15.07.2002 |
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