JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 21.06.2006, Aktenzeichen: A 2 S 571/05
| Leitsatz: | 1. Zu den Voraussetzungen des Widerrufs der Flüchtlingseigenschaft nach § 73 Abs. 1 Satz 1 AsylVfG (wie Senat, Urteil vom 4.5.2006 - A 2 S 1046/05 -). 2. § 60 Abs. 1 AufenthG ist hinsichtlich des Schutzes der Religionsfreiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 1 b der Qualifikationsrichtlinie auszulegen. 3. Chaldäische Christen sind im Irak derzeit nicht von einer Gruppenverfolgung betroffen. Ein chaldäischer Christ aus Bagdad ist dort aber in seiner Person aus religiösen Gründen einer asylrechtlich erheblichen nichtstaatlichen Verfolgung ausgesetzt. 4. Chaldäischen Christen steht in den kurdisch verwalteten Gebieten des Iraks eine sog. innerstaatliche Fluchtalternative zur Verfügung. |
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, EGRL 04/83, AufenthG |
| Vorschriften: | AsylVfG § 73, EGRL 04/83 Art. 11, AufenthG § 60, |
| Stichworte: | Irak, Widerruf, Feststellung von Abschiebungshindernissen, Flüchtlingseigenschaft, Verfolgung, nichtstaatlicher Akteur, Religionsausübung, Christen, Chaldäer, Qualifikationsrichtlinie, |
| Verfahrensgang: | VG Freiburg A 7 K 10570/04 vom 22.09.2004 |
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