JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 20.01.2004, Aktenzeichen: 10 S 2237/02
| Leitsatz: | 1. § 49 Abs. 3 BImSchG gestattet den Ländern die Schaffung landesrechtlicher Ermächtigungen zum Erlass von ortsrechtlichen Vorschriften auch noch nach Inkrafttreten des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Diese ortsrechtlichen Vorschriften können über die Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes hinausgehen. 2. Die Ausnutzung der Ermächtigungsgrundlage des § 73 Abs. 2 Nr. 3 LBO 1984 setzt das Bestehen einer abstrakten Gefahr voraus. 3. Ein auf § 73 Abs. 2 Nr. 3 LBO 1984 gestütztes Verbot der Verbrennung von "Altölen und ähnlichen kontaminierten Stoffen zur Energiegewinnung" ist nur hinsichtlich des Ausschlusses von Altölen hinreichend bestimmt. |
| Rechtsgebiete: | BImSchG, BauGB, LBO 1984, GG |
| Vorschriften: | BImSchG § 49 Abs. 3, BauGB § 36 Abs. 1 Satz 2, BauGB § 9 Abs. 4, LBO 1984 § 73 Abs. 2 Nr. 3, GG Art. 103 Abs. 2, |
| Stichworte: | Verbrennungsverbot, Einvernehmen, örtliche Bauvorschriften, Bestimmtheit, Altöl, abstrakte Gefahr, |
| Verfahrensgang: | VG Karlsruhe 4 K 980/00 vom 10.04.2002 |
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