JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 19.03.2009, Aktenzeichen: 9 S 2518/08
| Leitsatz: | Die Berufsausübung eines nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 MPhG zugelassenen Masseurs und medizinischen Bademeisters stellt keine Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 Abs. 2 HeilprG dar. Sie setzt daher auch dann nicht das Vorliegen einer Heilpraktikererlaubnis voraus, wenn sie selbständig und ohne ärztliche Verordnung erfolgt. Der Erteilung einer auf den Aufgabenbereich eines Masseurs und medizinischen Bademeisters beschränkten Heilpraktikererlaubnis steht überdies entgegen, dass insoweit ein gegenständlich abgrenzbarer, vom Bereich der allgemeinen Heilkunde hinreichend ausdifferenzierter Teilbereich nicht vorliegt. |
| Rechtsgebiete: | GG, MPhG, HeilprG, 1. DVO HeilprG |
| Vorschriften: | GG Art 12 Abs. 1, MPhG § 1 Abs. 1 Nr. 1, MPhG § 3, HeilprG § 1 Abs. 2, 1. DVO HeilprG § 2 Abs. 1i, |
| Stichworte: | Abgrenzbarkeit, Ärztliche Verordnung, Beschränkte Heilpraktikererlaubnis, Eigenständige Tätigkeit, Gefährlichkeit, Heilhilfstätigkeit, Selbständige Berufsausübung, Masseur, Medizinischer Bademeister, |
| Verfahrensgang: | VG Stuttgart, 4 K 5809/07 vom 31.07.2008 |
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