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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGUrteil vom 16.03.2005, Aktenzeichen: 11 S 2599/04 

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 11 S 2599/04

Urteil vom 16.03.2005


Leitsatz:1. Eine - tatbezogene - Ausnahme von der Regelausweisung des § 47 Abs. 2 Nr. 2 AuslG (entspricht § 54 Nr. 3 AufenthG) kommt nur dann in Betracht, wenn sowohl die spezialpräventiven Ausweisungszwecke als auch die - unabhängig davon bestehenden - generalpräventiven Ausweisungszwecke der Vorschrift nicht in dem erforderlichen Ausmaß zum Tragen kommen (wie VGH Bad.-Württ., Urteil vom 28.6.2001 - 13 S 2326/99 - InfAuslR 2002, 72 zur Ausnahmeprüfung nach § 47 Abs. 3 Satz 1 AuslG).

2. Der generalpräventive Ausweisungszweck des § 47 Abs. 2 Nr. 2 AuslG kommt auch gegenüber Nebentätern (Anstifter, Gehilfen) zum Tragen, weil die Abschreckungswirkung einer kontinuierlichen Ausweisungspraxis gerade auch das Rekrutierungsmilieu von Drogenstraftaten und damit den "Randbereich" der organisierten Drogenkriminalität erfassen soll.
Rechtsgebiete:EMRK, AuslG, AufenthG
Vorschriften:EMRK Art. 8 Abs. 1, EMRK Art. 8 Abs. 2, AuslG § 47 Abs. 2 Nr. 2, AufenthG § 54 Nr. 3,
Stichworte:Maßgeblicher Zeitpunkt, Regelausweisung, Spezialprävention, Generalprävention, Drogenstraftat,
Verfahrensgang:VG Freiburg 1 K 980/01 vom 30.06.2003

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