JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 02.12.2008, Aktenzeichen: 11 S 1454/08
| Leitsatz: | 1. Hat ein Ausländer einen nicht nur vereinzelten oder geringfügigen Verstoß gegen eine behördliche Verfügung begangen, die eine ausländerrechtliche Mitwirkungspflicht (hier zur Beschaffung eines Identitätspapiers nach § 15 Abs. 2 Nr. 6 AsylVfG) konkretisiert, kann er nach § 55 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 AufenthG ausgewiesen werden; der besondere Ausweisungsgrund nach § 55 Abs. 2 Nr. 1 AufenthG schließt das nicht aus (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 08.06.2006 - 11 S 2135/05 - juris im Anschluss an VG Sigmaringen, Beschluss vom 04.10.2005 - 6 K 1323/05 - juris). 2. Eine solche Ausweisung setzt keinen Hinweis im Sinne des § 55 Abs. 2 Nr. 1 AufenthG voraus. |
| Rechtsgebiete: | AufenthG, AsylVfG |
| Vorschriften: | AufenthG § 55 Abs. 1, AufenthG § 55 Abs. 2 Nr. 1, AufenthG § 55 Abs. 2 Nr. 2, AsylVfG § 15 Abs. 2 Nr. 6, |
| Stichworte: | Ausweisung, Mitwirkungspflicht, Identitätspapier, Hinweis, |
| Verfahrensgang: | VG Karlsruhe, 5 K 970/06 vom 29.04.2008 |
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