JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Urteil vom 02.11.2006, Aktenzeichen: 8 S 1891/05
| Leitsatz: | 1. Die Gemeinde kann die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit von Vergnügungsstätten gemäß § 1 Abs. 9 BauNVO regeln. Derartige Festsetzungen können auch im Geltungsbereich eines nach § 173 Abs. 3 Satz 1 BBauG übergeleiteten Bebauungsplans getroffen werden (im Anschluss an VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 16.12.1991 - 8 S 14/89 -, NVwZ-RR 1993, 122 ff.). 2. Eine Spielhalle mit einer Nutzfläche von 127 qm, in der nach der Neufassung der SpielVO vom 01.01.2006 (BGBl. I 2005, 3495) die Aufstellung von (nicht gerundet) zehn Geldspielgeräten gewerberechtlich zulässig ist, gehört in der Regel zu den kerngebietstypischen Vergnügungsstätten, die in einem Mischgebiet nicht zulässig sind (im Anschluss an VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20.08.1991 - 5 S 2881/90 - und Beschluss vom 12.09.2002 - 8 S 1571/02 -, DÖV 2003, 642 f.). |
| Rechtsgebiete: | BBauG, BauGB, BauNVO |
| Vorschriften: | BBauG § 173 Abs. 1 Satz 1, BauGB § 31 Abs. 1, BauNVO § 1 Abs. 9, BauNVO § 6 Abs. 2 Nr. 8, BauNVO § 7 Abs. 2 Nr. 2, |
| Stichworte: | Vergnügungsstätte, Spielhalle, Spielothek, Kerngebietstypik, Schwellenwert, Mischgebietsverträglichkeit, Ausnahme, Trading-down-Effekt, |
| Verfahrensgang: | VG Stuttgart 16 K 4925/04 vom 16.03.2005 |
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