JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Beschluss vom 26.04.2007, Aktenzeichen: 2 S 290/07
| Leitsatz: | 1. Da das Gesetz zum Achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag die Verjährungsfrist ohne Überleitungsvorschrift verändert hat, sind für Rundfunkgebühren, die bis zum Inkrafttreten der Neuregelung am 1. April 2005 entstanden und noch nicht verjährt waren, die Überleitungsvorschriften zum Verjährungsrecht des EGBGB als Ausdruck eines allgemeinen Rechtsgedankens entsprechend anzuwenden. 2. Der Senat hält - im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes - für den Zeitraum vor Inkrafttreten der Neuregelung der Verjährungsvorschrift nach § 4 Abs. 4 RGebStV 2005 am 1. April 2005 an seiner Auffassung fest, dass sich, wer ohne Anzeige nach § 3 Abs. 1 RGebStV ein Rundfunkempfangsgerät zum Empfang bereithält, grundsätzlich nicht auf die Einrede der Verjährung berufen kann (im Anschluss an Senatsurteil vom 14.4.2005 - 2 S 964/03 -). |
| Rechtsgebiete: | RGebStV, EGBGB |
| Vorschriften: | RGebStV § 4 Abs. 4 (F. 2005), EGBGB Art. 229 § 6, |
| Stichworte: | Rundfunkgebühr, Verjährung, Überleitungsvorschrift, Einwand der unzulässigen Rechtsausübung, |
| Verfahrensgang: | VG Stuttgart 3 K 4289/06 vom 05.01.2007 |
| Rechtskraft: | ja |
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