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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGBeschluss vom 13.06.2002, Aktenzeichen: 9 S 1154/02 

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 9 S 1154/02

Beschluss vom 13.06.2002


Leitsatz:1. Die Behörde darf von einem Fleischgewinnungsbetrieb grundsätzlich die von ihm zu führende Liste über die Empfänger des von ihm abgegebenen Rindfleisches verlangen; dies gilt erst recht, wenn zu befürchten ist, dass dieses nicht ordnungsgemäß auf BSE getestet worden ist.

2. Liegen nach Beurteilung der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere hinsichtlich 26 % der Schlachttiere keine hinreichende Daten zur Feststellung "negativ" im BSE-Schnelltest vor, wird der Fleischgewinnungsbetrieb durch die Suche und ggfs. Sicherstellung des Rindfleisches bei seinen Abnehmern nicht in seinen Grundrechten aus Art. 12 und Art 14 GG verletzt.
Rechtsgebiete:GG, FlHV, AGFlHG
Vorschriften:GG Art. 12 Abs. 1 Satz 1, GG Art. 14 Abs. 1 Satz 1, FlHV § 11 c Abs. 3 Nr. 2 b, FlHV § 11 c Abs 4, AGFlHG § 1 Abs. 2,
Stichworte:BSE-Test, Abnehmerliste, Herausgabe, Weitergabe, Einstweilige Anordnung,
Verfahrensgang:VG Sigmaringen 1 K 446/02 vom 25.04.2002
Rechtskraft:ja

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