JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Beschluss vom 13.02.2007, Aktenzeichen: DL 16 S 17/06
| Leitsatz: | Die Veränderung eines Beweismittels (hier: Ausschneiden einzelner Artikel aus einer Zeitung), ohne dies in der (Strafverfahrensakte) Verfahrensakte hinreichend zu dokumentieren, stellt bei einem Beamten der Kriminalpolizei ebenso wenig wie die unterlassene Aufnahme eines Vermerks über ein Gespräch in diese Akte, in welchem der Beschuldigte - möglicherweise einem Beweisverwertungsverbot unterliegende - Angaben zur Sache gemacht hat, eine bloße "Bagatellverfehlung" dar, die disziplinarrechtlich nicht zu ahnden wäre. |
| Rechtsgebiete: | LBG, StPO |
| Vorschriften: | LBG § 73 Satz 3, LBG § 74 Satz 2, LBG § 95 Abs. 1 Satz 1, StPO § 136 Abs. 1 Satz 2, StPO § 136a Abs. 1 Satz 1, StPO § 136a Abs. 3 Satz 2, StPO § 160 Abs. 2, StPO § 163 Abs. 1, StPO § 163 Abs. 2 Satz 1, StPO § 163a Abs. 4 Satz 2, |
| Stichworte: | Aussage zur Sache, Beschuldigter, Beweismittel, Beweiserhebungsverbot, Beweisverwertungsverbot, Hinweispflicht, Ermittlungsverfahren, Veränderung, Verfahrensakte, |
| Verfahrensgang: | VG Sigmaringen DL 10 K 14/04 vom 06.07.2005 |
| Rechtskraft: | ja |
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