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JuraForum.deUrteileVerwaltungsgerichtshof Baden-WürttembergBeschluss vom 12.06.2007, Aktenzeichen: A 9 S 315/07 

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: A 9 S 315/07

Beschluss vom 12.06.2007


Leitsatz:Einem Rechtsanwalt, der die Prozessvertretung in einem Asylverfahren übernimmt, obliegt die Berechnung - oder jedenfalls unverzügliche Überprüfung - der zweiwöchigen Antrags- und Begründungsfrist des § 78 Abs. 4 AsylVfG.
Rechtsgebiete:AsylVfG, VwGO, ZPO
Vorschriften:§ 78 Abs. 4 AsylVfG, § 60 Abs. 1 VwGO, § 85 Abs. 2 ZPO
Stichworte:Berufungszulassung, Antrag, Frist, Versäumung, Wiedereinsetzung, Verschulden, Sorgfaltspflicht, Prozessbevollmächtigter, Büropersonal
Verfahrensgang:VG Karlsruhe A 9 K 10770/05 vom 12.04.2007
Rechtskraft:ja

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1. Die Bestimmung des § 9 Abs. 2 Nr. 4 AufenthG hält lediglich eine Verurteilung unterhalb der dort genannten Höhe für aufenthaltsrechtlich unschädlich, nicht jedoch mehrere.

2. Die Rechtsstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten nach der Richtlinie 2003/109/EG (sog. Daueraufenthaltsrichtlinie) kann nur erlangen, wer bei der zuständigen Stelle des Mitgliedstaates, in dem er sich aufhält, einen Antrag gestellt hat.

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