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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGBeschluss vom 11.12.2000, Aktenzeichen: 8 S 779/00 



VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 8 S 779/00

Beschluss vom 11.12.2000


Leitsatz:1. Reagiert der Antragsteller eines Normenkontrollverfahrens auf die ihm - gegen Empfangsbekenntnis - mitgeteilte Absicht des Normenkontrollgerichts, ohne mündliche Verhandlung durch Beschluss entscheiden zu wollen, nur durch die Anfrage, bis wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, gibt er zu erkennen, dass er mit einer solchen Entscheidung einverstanden ist und macht damit den Weg für eine Entscheidung im Beschlusswege frei (Fortführung von BVerwG, Urt. v. 16.12.1999 - 4 CN 9.98 - VBlBW 2000, 189 = PBauE § 47 Abs. 5 VwGO Nr. 4).

2. Der Eigentümer eines außerhalb des Planbereichs gelegenen Grundstücks, auf dem ein Geschäftslokal betrieben wird, besitzt nicht die Antragsbefugnis, einen Vorhaben- und Erschließungsplan anzufechten, der einem benachbarten Einzelhandelsbetrieb Erweiterungen ermöglicht.
Rechtsgebiete:VwGO, EMRK
Vorschriften:VwGO § 47 Abs. 2, VwGO § 47 Abs. 5, EMRK Art. 6 Abs. 1,
Stichworte:Bebauungsplan, Entscheidung durch Beschluss, Verzicht auf mündliche Verhandlung, Antragsbefugnis, Marktchancen,

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