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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGBeschluss vom 08.08.2007, Aktenzeichen: A 2 S 229/07 

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: A 2 S 229/07

Beschluss vom 08.08.2007


Leitsatz:1. Begründungserwägungen - hier die 26. Begründungserwägung zur RL 2004/83/EG (Qualifikationsrichtlinie) -, die einem gemeinschaftlichen Rechtsakt vorangestellt werden, sind integraler Bestandteil des Rechtsakts und deshalb zur Auslegung seiner Regelungen - hier Art. 15 lit. c) RL 2004/83/EG - heranzuziehen.

2. Die Regelung über die Gewährung eines subsidiären Schutzstatus nach Art. 15 lit. c) RL 2004/83/EG entspricht - bei der Abgrenzung einer individuellen Gefahrenlage für den betreffenden Ausländer von allgemeinen Gefahren, denen die Bevölkerung oder eine Bevölkerungsgruppe eines Landes mehr oder weniger gleichartig ausgesetzt sind - im Kern der bisherigen Rechtslage nach § 60 Abs. 7 AufenthG (ebenso OVG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 22.12.2006 - 1 LA 125/06 - Juris).
Rechtsgebiete:EGRL 04/83, AufenthG
Vorschriften:EGRL 04/83 Art. 15c, AufenthG § 60 Abs. 7,
Stichworte:Qualifikationsrichtlinie, Subsidiärer Schutz, Innerstaatlicher bewaffneter Konflikt, Individuelle Bedrohung, Ernsthafter Schaden, Erwägungsgrund, Irak,
Verfahrensgang:VG Stuttgart A 11 K 17/06 vom 13.02.2006

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