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JuraForum.deUrteileVGH-BADEN-WUERTTEMBERGBeschluss vom 08.04.2002, Aktenzeichen: 9 S 506/02 

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 9 S 506/02

Beschluss vom 08.04.2002


Leitsatz:1. Schlachtkörper von zum menschlichen Verzehr bestimmten Rindern, die auf BSE getestet wurden, müssen bis zur Vorlage eines negativen Testergebnisses und zum Anbringen der Genusstauglichkeitskennzeichnung in einem besonderen Raum verwahrt werden, zu dem nur die Behörde Zutritt hat.

2. Schlachttierkörper müssen nach abgeschlossener Schlachtung bis zum Vorliegen des BSE-Testergebnisses nicht so gelagert werden, dass eine Berührung unter ihnen ausgeschlossen ist. Weder das gewöhnliche Fleischhygienerecht noch das spezielle BSE-Schutzrecht gehen von der Gefahr einer Übertragung von BSE allein durch Berührung unter Schlachttierkörpern aus.
Rechtsgebiete:FlHG, FlHV, BSE-UV, VO, AGFlHG
Vorschriften:FlHG § 22a, FlHV Anlage 2, FlHV Anlage 2a, BSE-UV § 1, BSE-UV § 4, VO (EG) Nr. 999/2001, VO (EG) Nr. 1248/2001, AGFlHG § 1,
Stichworte:Fleischhygiene, Fleischuntersuchung, BSE-Untersuchung, BSE-Test, Genusstauglichkeit, Rind,
Verfahrensgang:VG Karlsruhe 9 K 2687/01 vom 22.01.2002
Rechtskraft:ja

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