JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Beschluss vom 05.02.2008, Aktenzeichen: 11 S 213/08
| Leitsatz: | 1. Eine Erledigungsgebühr gemäß Nr. 1002 Satz 1 RVG-VV fällt bei einer besonderen Tätigkeit des Prozessbevollmächtigten an, die über das Fertigen von Schriftsätzen hinausgeht (im Anschluss an VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 05.02.1993 - 1 S 280/93 -, NVwZ-RR 1993, 448). 2. Wurde ein Prozessbevollmächtigter schon vor Inkrafttreten des Rechtsanwaltvergütungsgesetzes im Verwaltungsverfahren beauftragt und erhebt er erst nach Inkrafttreten des Rechtsanwaltvergütungsgesetzes Klage, richtet sich die Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr nach § 61 RVG i.V.m. § 118 BRAGO und nicht nach der Regelung in Vorbemerkung 3 Abs. 4 RVG-VV. |
| Rechtsgebiete: | RVG VV, RVG, BRAGO |
| Vorschriften: | RVG VV Nr. 1002, RVG VV Nr. 1003, RVG VV Nr. 3100, RVG VV Vorbem. 3 Abs. 4, RVG § 61 Abs. 1, BRAGO § 118, |
| Stichworte: | Erledigungsgebühr, Verfahrensgebühr, Anrechnung Geschäftsgebühr, Übergangssituation, |
| Verfahrensgang: | VG Stuttgart, 2 K 838/05 vom 27.12.2007 |
| Rechtskraft: | ja |
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