JuraForum.de > Urteile > VGH-BADEN-WUERTTEMBERG > Beschluss vom 02.02.2009, Aktenzeichen: 3 S 2875/08
| Leitsatz: | 1. § 6 Abs. 1 Satz 4 LBO entfaltet nachbarschützende Wirkung nur insoweit, als die Grenzbebauung entlang der eigenen Grundstücksgrenze eine Länge von 9 m nicht überschreiten darf (im Abschluss an den Beschluss des Senats vom 06.08.1984 - 3 S 1833/84 -). 2. Auf die Längenmaße des § 6 Abs. 1 Satz 4 LBO werden nur unter die Privilegierung des § 6 Abs. 1 Satz 1 und 2 LBO fallende bauliche Anlagen angerechnet (so schon Urteil des Senats vom 04.11.1981 - 3 S 1245/81 -). 3. Für Anfechtungsklagen des Nachbarn gegen eine erteilte Baugenehmigung sind (vermeintliche) Verstöße gegen § 11 NRG im Hinblick auf § 58 Abs. 3 LBO ohne Bedeutung. |
| Rechtsgebiete: | LBO, BauGB, NRG |
| Vorschriften: | LBO § 5 Abs. 9, LBO § 6 Abs. 1 Satz 1, LBO § 6 Abs. 1 Satz 2, LBO § 6 Abs. 1 Satz 4, BauGB § 34 Abs. 1, NRG § 11 Abs. 2, |
| Stichworte: | Grenzbebauung, Tote Einfriedigung, Gebot der Rücksichtnahme, Nachbarschutz, |
| Verfahrensgang: | VG Karlsruhe, 1 K 2134/08 vom 15.09.2008 |
| Rechtskraft: | ja |
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