JuraForum.de > Urteile > THUERINGER-OVG > Beschluss vom 19.12.2003, Aktenzeichen: 10 SO 905/02
| Leitsatz: | 1. Die Befugnisse eines bevollmächtigten Rechtsanwalts schließen die Vertretung der obersten Aufsichtsbehörde zur Abgabe einer Weigerungserklärung nach § 99 Abs. 1 Satz 2 VwGO nicht ein; sowohl der Rechtscharakter als Verwaltungsentscheidung als auch der besondere Zweck des Zuständigkeitsvorbehalts in § 99 Abs. 1 Satz 2 VwGO stehen einer Delegierung auf bevollmächtigte Dritte außerhalb der behördlichen Verwaltungsorganisation entgegen. 2. Zu den Anforderungen an die inhaltliche Bestimmtheit einer Weigerungserklärung gemäß § 99 Abs. 1 Satz 2 VwGO. |
| Rechtsgebiete: | GG, VwGO, StPO, ThürVwVfG |
| Vorschriften: | GG Art. 19 Abs. 4, GG Art. 20 Abs. 3, VwGO § 67 Abs. 1, VwGO § 88, VwGO § 99, StPO § 96, ThürVwVfG § 37 Abs. 1, |
| Stichworte: | Zwischenverfahren, Einleitung, Beiladung, Streitgegenstand, Antragsrecht, Statthaftigkeit, Rechtschutzbedürfnis, Entscheidungstenor, positive Feststellung, Strafverfahren, Sperrerklärung, Aufsichtsbehörde, Weigerungserklärung, Vertretung, Bestimmtheit, Anforderung, Heilung, Streitwert, |
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