JuraForum.de > Urteile > SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES-OVG > Urteil vom 30.10.2001, Aktenzeichen: 4 L 130/95
| Leitsatz: | Eine drohende Bestrafung wegen Wehrdienstverweigerung stellt dann politische Verfolgung dar, wenn der Asylbewerber jeden Wehrdienst aus ernsten Gewissensgründen, insbesondere religiöser Überzeugung, verweigert oder seine Weigerung darauf beruht, dass der Wehrdienst von ihm die Teilnahme an bzw. Unterstützung von völker- und/oder menschenrechtswidrigen Handlungen verlangt. Gegenwärtig besteht bei Ableistung des Wehrdienstes in der Türkei nicht die Gefahr, in völker- oder menschenrechtswidrige Handlungen verwickelt zu werden. |
| Rechtsgebiete: | GG |
| Vorschriften: | GG Art 16 a, |
| Stichworte: | politische Verfolgung, Wehrdienstverweigerung, Türkei, |
| Verfahrensgang: | VG Schleswig-Holstein 5 A 681/94 vom 27.04.1995 |
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