JuraForum.de > Urteile > SAECHSISCHES-OVG > Urteil vom 17.07.2003, Aktenzeichen: 1 B 438/01
| Leitsatz: | § 6 Abs. 1 Sätze 2, 3 und 4 SächsBO sind als Ausnahmen von dem Grundsatz des § 6 Abs. 1 Satz 1 SächsBO, dass vor den Außenwänden oberirdischer Gebäude Abstandsflächen freizuhalten sind, nur anzuwenden, soweit bauplanungsrechtliche Vorschriften (wie Festsetzungen eines Bebauungsplans nach § 22 BauNVO oder eine nach § 34 Abs. 1 BauGB zu berücksichtigende faktische Bauweise) im Einzelfall Voraussetzungen für die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit eines Baukörpers an der Grundstücksgrenze benennen. Dies schließt eine Anwendung von § 6 Abs. 1 Sätze 2, 3 und 4 SächsBO auf im Außenbereich gelegene Gebäude aus. |
| Rechtsgebiete: | SächsBO, BauGB |
| Vorschriften: | SächsBO § 6 Abs. 1 Satz 1, SächsBO § 6 Abs. 1 Satz 2, SächsBO § 6 Abs. 1 Satz 3, SächsBO § 6 Abs. 1 Satz 4, BauGB § 35, |
| Stichworte: | Baugenehmigung, Abstandsfläche, Grenzanbau, Außenbereich, unzulässige Rechtsausübung, |
| Verfahrensgang: | VG Chemnitz 3 K 2124/97 vom 18.12.2000 |
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