JuraForum.de > Urteile > SAECHSISCHES-OVG > Urteil vom 16.10.2007, Aktenzeichen: 4 B 507/05
| Leitsatz: | 1. Gemeinden können einen Anschluss- und Benutzungszwang für Anlagen zur Ableitung und Reinigung von Abwasser (§ 14 Abs. 1 SächsGemO) grundsätzlich auch für Grundstücke vorsehen, die über eine eigene Kleinkläranlage verfügen (wie SächsOVG, Beschl. v. 8.8.2007 - 4 B 321/05). 2. Ein belastender Dauerverwaltungsakt, der im Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung rechtswidrig war, ist auf die Anfechtungsklage auch dann aufzuheben, wenn er im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung nach einer Veränderung der Sach- oder Rechtslage rechtmäßig erlassen werden könnte (wie OVG NW, Beschl. v. 21.12.1993, NVwZ-RR 1994, 410). |
| Rechtsgebiete: | VwGO, SächsGemO |
| Vorschriften: | VwGO § 113 Abs. 1 S. 1, SächsGemO § 14, |
| Stichworte: | Anschluss- und Benutzungszwang, Dauerverwaltungsakt, Kleinkläranlage, Abwassersatzung, |
| Verfahrensgang: | VG Chemnitz 1 K 1389/02 vom 17.09.2003 |
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