JuraForum.de > Urteile > SAECHSISCHES-OVG > Beschluss vom 05.12.2005, Aktenzeichen: 4 BS 289/05
| Leitsatz: | 1. Auf die Verletzung eines Mitwirkungsrechtes in einem Planfeststellungsverfahren nach § 60 Abs. 2 Nr. 6 BNatSchG kann ein anerkannter Naturschutzverein einen Anordnungsanspruch auf Untersagung einer Maßnahme des Gewässerausbaus, für den ein Planfeststellungsverfahren nicht durchgeführt wurde, jedenfalls dann nicht stützen, wenn durch ein Plangenehmigungsverfahren nach § 31 Abs. 3 WHG möglich gewesen wäre. 2. Ein anerkannter Naturschutzverein hat in einem Plangenehmigungsverfahren i.S.v. § 31 Abs. 2 WHG kein Mitwirkungsrecht. |
| Rechtsgebiete: | VwGO, WHG, UVPG, BNatSchG, SächsUVPG, SächsNatSchG |
| Vorschriften: | VwGO § 123 Abs. 1 Satz 1, WHG § 28, WHG § 31 Abs. 1, WHG § 31 Abs. 2, WHG § 31 Abs. 3, UVPG § 3 c Anlage 1, BNatSchG § 60 Abs. 2 Nr. 7, SächsUVPG Anlage, SächsNatSchG § 26 Abs. 4, |
| Stichworte: | Gewässerausbau, Gewässerunterhaltung, Sedimentberäumung, Insel, Flusskanalisierungs- und Stromkorrekturarbeiten, Ausbaumaßnahme, Renaturierung, Biotop, |
| Verfahrensgang: | VG Leipzig 1 K 1245/05 vom 16.09.2005 |
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