JuraForum.de > Urteile > SAECHSISCHES-OVG > Beschluss vom 01.07.2003, Aktenzeichen: 4 BS 49/03
| Leitsatz: | 1. Das Sicherheitsneugründungsgesetz - SiGrG - ermächtigt die Rechtsaufsichtsbehörde nicht, die zur Sicherheitsneugründung eines Zweckverbandes gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 SiGrG erforderliche Vereinbarung einer Verbandssatzung durch die beteiligten Gemeinden durch Anordnungen gegen Gemeinden herbeizuführen. 2. Kommt die Sicherheitsneugründung in dem Verfahren gemäß § 2 Abs. 1 SiGrG nicht zu Stande, weil sich nicht alle beteiligten Gemeinden auf eine genehmigungsfähige Verbandssatzung einigen können, so muss die Rechtsaufsichtsbehörde die Sicherheitsneugründung gemäß § 4 Abs. 1 SiGrG im Wege der Ersatzvornahme durchführen. 3. Der Einsatz von Maßnahmen der Rechtsaufsicht gemäß § 111, §§ 113 ff. SächsGemO zur Durchführung einer Sicherheitsneugründung ist ausgeschlossen. |
| Rechtsgebiete: | SiGrG, SächsGemO |
| Vorschriften: | SiGrG § 1 Abs. 1, SiGrG § 1 Abs. 2, SiGrG § 1 Abs. 3, SiGrG § 2 Abs. 1, SiGrG § 2 Abs. 2, SiGrG § 4 Abs. 1, SächsGemO § 111, SächsGemO §§ 113 ff., |
| Stichworte: | Ersatzvornahme, Rechtsaufsichtsbehörde, Sicherheitsneugründung, Verbandssatzung, Zweckverband, |
| Verfahrensgang: | VerwG Chemnitz 1 K 1953/02 vom 03.02.2003 |
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