JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Urteil vom 25.01.2006, Aktenzeichen: 1 U 101/05
| Leitsatz: | a. Hat ein Unternehmer den Handelsvertretervertrag bereits ordentlich gekündigt und steht das Vertragsende unmittelbar bevor (hier: 5 Wochen), kommt eine außerordentliche Kündigung nur bei gravierenden Vertragspflichtverletzungen in Betracht und bedarf es bei einem Erstverstoß i. d. R. einer Abmahnung. b. Kündigungsgründe, von denen der Unternehmer erst nach Ausspruch der fristlose Kündigungskenntnis erlangt, müssen zeitnah "nachgeschoben" werden, will sich der Unternehmer nicht dem Verwirkungseinwand aussetzen. |
| Rechtsgebiete: | HGB, ZPO, KSchG, EGBGB, BGB |
| Vorschriften: | HGB § 89a, HGB § 89a Abs. 1 S. 1, HGB § 89b, ZPO § 256, ZPO § 511, ZPO § 513, ZPO § 517, ZPO § 519, ZPO § 520, ZPO § 529, ZPO § 531, ZPO § 540 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 546, KSchG § 4, EGBGB Art 229 § 5 S. 2, BGB § 314, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken 15 O 177/04 vom 15.02.2005 |
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