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JuraForum.deUrteileSAARLAENDISCHES-OLGUrteil vom 21.10.2008, Aktenzeichen: 4 U 385/07 

SAARLAENDISCHES-OLG – Aktenzeichen: 4 U 385/07

Urteil vom 21.10.2008


Leitsatz:Der für eine GmbH im Geschäftsverkehr Auftretende haftet aus dem Gesichtspunkt der Rechtsscheinshaftung, wenn er durch sein Handeln im Namen der Firma ohne Formzusatz, das berechtigte Vertrauen des Geschäftspartners auf die Haftung mindestens einer natürlichen Person hervorruft. Hierbei ist ein schriftliches Auftreten im Rechtsverkehr keine zwingende Voraussetzung für das Entstehen des Rechtsscheins. Eine mündliche Benennung der Firmenbezeichnung kann jedenfalls dann zur Begründung eines Rechtsscheins ausreichen, wenn der Geschäftspartner ein erkennbares Interesse an der Benennung der vollständigen Firmierung besitzt.
Rechtsgebiete:ZPO, StGB, BGB, GmbHG, MarkenG
Vorschriften:ZPO § 529, ZPO § 540 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, StGB § 263, BGB § 164 Abs. 2, BGB § 179, BGB § 179 Abs. 1, BGB § 179 Abs. 1 S. 1, BGB § 286 Abs. 1, BGB § 288 Abs. 1, BGB § 823 Abs. 2, GmbHG § 4, MarkenG § 15 Abs. 2,
Verfahrensgang:LG Saarbrücken, 11 O 8/07 vom 07.02.2007

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