JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Urteil vom 18.07.2006, Aktenzeichen: 4 U 239/05
| Leitsatz: | a. Ein Erziehungsberechtigter ist nicht dazu verpflichtet, sein zweijähriges Kind ständig an der Hand zu halten, wenn dieses auf einem Bürgersteig neben einer befahrenen Straße geht. Das Kind ist nur in besonderen Gefahrensituationen an die Hand zu nehmen. b. Rennt eine Mutter ihrem Kinde nach, welches auf eine befahrene Straße läuft, und achtet sie dabei nicht auf ein herannahendes Fahrzeug, so ist dies eine reflexartige Reaktion, die kein Mitverschulden der Mutter begründet. |
| Rechtsgebiete: | StVG, PflVG, BGB, ZPO, EGBGB, StGB |
| Vorschriften: | StVG § 7 I, StVG § 7 II a.F., StVG § 12, PflVG § 3 Nr. 1, PflVG § 3 Nr. 2, BGB § 204 I Nr. 1, BGB § 254, BGB § 827, BGB § 828, BGB § 828 I, BGB § 847 a. F., ZPO § 256 I, EGBGB Art. 229 § 8 I, StGB § 316, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken 3 O 316/03 vom 29.04.2005 |
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