JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Urteil vom 17.08.2005, Aktenzeichen: 9 UF 187/04
| Leitsatz: | Abweichend von der bisherigen Rechtsprechung des Senats ist nach Maßgabe der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung ein überobligatorisch erzählte Teil des Erwerbseinkommens nicht mehr im Wege der Anrechnungsmethode zu berücksichtigen. Vielmehr ist der unterhaltsrelevante Anteil eines überobligatorisch erzielten Einkommens bei der Bedarfbemessung nach den ehelichen Lebensverhältnissen und damit ebenfalls im Wege der Differenzmethode zu berücksichtigen, während ein in Anwendung der §§ 1577 Abs. 2, 242 BGB nicht unterhaltsrelevanter Anteil überobligationsmäßig erzielter Einkünfte die ehelichen Lebensverhältnisse nicht prägt und bei der Unterhaltsermittlung deshalb vollständig unberücksichtigt bleibt. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZSEG, JVEG |
| Vorschriften: | BGB § 138 Abs. 1, BGB § 242, BGB § 1570, BGB § 1577 Abs. 2, BGB § 1578, ZSEG § 9 Abs. 3 Nr. 2, JVEG § 5 Abs. 2 Nr. 1, |
| Verfahrensgang: | AG - FG - Saarlouis 21 F 403/03 vom 12.11.2004 |
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