JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Urteil vom 14.03.2006, Aktenzeichen: 4 U 326/03
| Leitsatz: | Hat jemand schuldhaft die Körperverletzung eines anderen verursacht, so haftet er für alle daraus resultierenden organischen und psychischen Folgen, unabhängig davon, ob die psychischen Folgen eine organische Ursache haben. Es genügt die hinreichende Gewissheit, dass die psychischen Schäden ohne den Unfall nicht aufgetreten wären. Der Schädiger haftet auch für seelisch bedingte Folgeschäden, die auf einer psychischen Prädisposition oder einer neurotischen Fehlverarbeitung beruhen. Es reicht aus, da der Unfall Auslöser für die psychischen Folgereaktionen war, auch wenn die pathologische Persönlichkeitsstruktur des Geschädigten bereits vor dem Unfall angelegt war. |
| Rechtsgebiete: | BGB, PflVG, StVG, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 252, BGB § 286 I a.F., BGB § 288 I a.F., BGB § 291 a.F., BGB § 823 I, BGB § 842, BGB § 847 a.F., PflVG § 3 Nr. 1, PflVG § 3 Nr. 2, StVG § 7 I, StVG § 17 I, StVG § 18 I a.F., ZPO § 287, ZPO § 287 I, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken 10 O 416/99 vom 21.10.2004 |
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