JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Urteil vom 13.11.2008, Aktenzeichen: 8 U 444/07
| Leitsatz: | a. Eine Gesamtvertretung kann die Heilung eines Vertretungsmangels durch Duldung, Verursachung eines Rechtsscheins oder Genehmigung nur durch alle BGB-Gesellschafter herbeigeführt werden. b. Der Vorwurf fahrlässiger Unkenntnis des mangels der Vertretungsmacht kommt nur in Betracht, wenn - was der Vertreter zu beweisen hat - der Vertragsgegner beim Vertragsschluss entweder tatsächlich Zweifel an den Bestand der Vertretungsmacht hatte oder ist jedenfalls erkennbar Umstände gab, die ihn insoweit hätten zweifeln lassen müssen. |
| Rechtsgebiete: | HGB, ZPO, BGB |
| Vorschriften: | HGB § 128, ZPO § 511, ZPO § 513, ZPO § 517, ZPO § 519, ZPO § 520, ZPO § 529, ZPO § 538 Abs. 2, ZPO § 538 Abs. 2 Nr. 4, ZPO § 540 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, ZPO § 546, BGB § 173, BGB § 179 Abs. 1, BGB § 179 Abs. 3, BGB § 179 Abs. 3 Satz 1, BGB § 265 Satz 1, BGB § 284, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken, 6 O 252/06 vom 11.07.2007 |
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