SAARLAENDISCHES-OLG – Aktenzeichen: 4 U 198/07

Urteil vom 09.10.2007


Leitsatz:Der Arglistvorwurf kann entfallen, wenn der Verkäufer darauf vertrauen durfte, dass dem Käufer der Mangel aufgrund seines offenkundigen Erscheinungsbildes vernünftigerweise nicht verborgen bleiben konnte. Allerdings entlastet ein leichtgläubiges Vertrauen in die Kenntnis des Käufers noch nicht. Vielmehr müssen aus der Sicht des Aufklärungspflichtigen konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Mangel auch ohne eigenes Zutun Eingang in die Entscheidungsfindung des Käufers fand.
Rechtsgebiete:BGB, ZPO
Vorschriften:§ 249 BGB, § 280 Abs. 1 BGB, § 280 Abs. 3 BGB, § 281 Abs. 1 BGB, § 288 BGB, § 291 BGB, § 434 Abs. 1 Nr. 1 BGB, § 434 Abs. 1 Nr. 2 BGB, § 437 Nr. 3 BGB, § 444 BGB, § 442 Abs. 1 S. 1 BGB, § 529 ZPO
Verfahrensgang:LG Saarbrücken, 3 O 246/06 vom 08.03.2007

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