JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Beschluss vom 25.05.2007, Aktenzeichen: Ss (B) 22/2007 (20/07)
| Leitsatz: | a. Die Rüge der Verletzung des Öffentlichkeitsgrundsatzes ist im Falle eines unmittelbar an die Verhandlung im Sitzungssaal anschließenden auswärtigen Ortstermins zulässig erhoben mit der Behauptung, vor Verlassen des Sitzungssaales sei von dem Vorsitzenden lediglich der Beschluss betreffend die Inaugenscheinnahme der nicht näher bezeichneten Örtlichkeit verkündet worden. b. Der Öffentlichkeitsgrundsatz gilt auch im Bußgeldverfahren. Der ihm obliegenden Sorgfaltspflicht bezüglich der Wahrung der Öffentlichkeit genügt der Vorsitzende bei auswärtiger Fortsetzung der Hauptverhandlung nur, wenn er sich selbst davon überzeugt, ob die Vorschriften über die Öffentlichkeit beachtet sind. |
| Rechtsgebiete: | OWiG, StPO, GVG |
| Vorschriften: | OWiG § 46 Abs. 1, OWiG § 71 Abs. 1, OWiG § 79 Abs. 1 S. 1 Ziff. 2, OWiG § 79 Abs. 3, OWiG § 79 Abs. 3 S. 1, OWiG § 80 a Abs. 1, StPO § 338 Nr. 6, StPO § 344 Abs. 2 S. 2, GVG § 169 Abs. 1, |
| Verfahrensgang: | AG Merzig 28 OWi 62 Js 1587/06 (37/06) vom 22.09.2006 |
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