JuraForum.de > Urteile > SAARLAENDISCHES-OLG > Beschluss vom 06.08.2007, Aktenzeichen: 1 Ws 124/07
| Leitsatz: | a. Nach § 56f Abs. 1 S. 2 StGB in Verbindung mit S. 1 Nr. 1 StGB in der Fassung des 2. Justizmodernisierungsgesetzes vom 22.12.2006 kann die Strafaussetzung zur Bewährung auch widerrufen werden, wenn die Tat bei nachträglicher Gesamtstrafenbildung in der Zeit zwischen der Entscheidung über die Strafaussetzung in einem einbezogenen Urteil und der Rechtskraft der Entscheidung über die Gesamtstrafe begangen wurde. b. Auf Altfälle, in denen der Gesamtstrafenbeschluss vor der Gesetzesänderung rechtskräftig wurde, ist die Neuregelung wegen des Rückwirkungsverbotes des Art. 103 Abs. 2 GG in seiner einfachgesetzlichen Ausprägung des § 2 Abs. 1 und 3 StGB nicht anwendbar. |
| Rechtsgebiete: | StGB, GG |
| Vorschriften: | StGB § 2 Abs. 1, StGB § 2 Abs. 3, StGB § 56f Abs. 1 S. 1 Nr. 1, StGB § 56f Abs. 1 S. 2, GG Art. 103 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG Saarbrücken III StVK 289/07 vom 29.05.2007 |
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