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JuraForum.deUrteileOVG-SACHSEN-ANHALTBeschluss vom 16.12.2008, Aktenzeichen: 1 L 144/08 

OVG-SACHSEN-ANHALT – Aktenzeichen: 1 L 144/08

Beschluss vom 16.12.2008


Leitsatz:Um die Erfüllung der aus Art. 33 Abs. 5 GG erwachsenden Anforderungen (Fürsorgepflicht) im Übergangszeitraum der Fortgeltung der BhV zu gewährleisten, sind die Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Falle ihrer Notwendigkeit und Angemessenheit vorläufig im Rahmen des § 12 Abs. 2 BhV zusätzlich zu den in § 12 Abs. 1 genannten Aufwendungen zu berücksichtigen und weitere derartige Aufwendungen nach den Kriterien der Notwendigkeit und Angemessenheit zu erstatten, sobald der Gesamtbetrag der Eigenbehalte gemäß § 12 Abs. 1 BhV und der Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel die maßgebende Belastungsgrenze des § 12 Abs. 2 BhV im jeweiligen Kalenderjahr überschreitet (Anschluss an BVerwG, Urteil vom 26. Juni 2008 - Az.: 2 C 2.07 -).
Rechtsgebiete:BhV, GG, VwGO
Vorschriften:BhV § 6 Abs. 1 Nr. 2 lit. b, BhV § 12 Abs. 1, BhV § 12 Abs. 2, GG Art. 33 Abs. 5, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 4,
Stichworte:Aufwendungen, Beamter, Beihilfe, Belastungsgrenze, Fürsorgepflicht, Härten, unzumutbare, Medikamente, verschreibungspflichtig, nicht,
Verfahrensgang:VG Halle, 5 A 299/06 vom 27.08.2008

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