JuraForum.de > Urteile > OVG-SACHSEN-ANHALT > Beschluss vom 12.02.2004, Aktenzeichen: 2 L 927/03
| Leitsatz: | 1. Von Organen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erteilte Genehmigungen bleiben in der Regel wirksam (Art. 19 Satz 1 EV). Dies betrifft nicht nur die äußere Wirksamkeit, sondern auch die inhaltlich, d. h. die intendierten Rechtswirkungen. 2. In dieser Wirkung dauern sie über den 03.10.1990 mit der Folge fort, dass das baurechtliche ge-nehmigte Bauwerk nicht nur formell, sondern auch in der genehmigten Funktion materiell legal ist. In der materiellen Variante begründet die Genehmigung Bestandsschutz. 3. Jedenfalls seit dem 01.08.1990 bedurfte eine Nutzungsänderung nach den bauordnungsrechtlichen Bestimmungen der DDR-Bauordnung der Genehmigung. |
| Rechtsgebiete: | EV, DDR-BauO, LSA-VwVfG |
| Vorschriften: | EV § 19 1, EV § 19 2, EV § 19 3, DDR-BauO § 62, DDR-BauO § 63, LSA-VwVfG § 35, |
| Stichworte: | Nutzungsänderung, Bestandsschutz, Baugenehmigung, Einigungsvertrag, DDR-Genehmigung, Verwaltungsakt, Bestandskraft, Rechtswirkung, Nutzungsaufgabe, Illegalität, formelle, Funktion, |
| Verfahrensgang: | VG Dessau 1 A 392/02 |
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